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Thierhaupten

20.05.2019

Kindergarten-Neubau: Die Kinder helfen beim Segnen

Caritasdirektor Andreas Magg war zur Segnung des Neubaus nach Thierhaupten gekommen.
Bild: Laura Gastl

Was die Kinder im Neubau in Thierhaupten erwartet, welche Schwierigkeiten es gibt und was beim Tag der offenen Tür alles passiert.

Helle Kinderstimmen klangen über die Außenanlage der Thierhauptener Kindertagesstätte St. Peter und Paul. „Für den Neubau, danke schön!“, sangen die Mädchen und Buben, begleitet wurden sie von einer Gitarre. Alle freuten sich über die Erweiterung des Kindergartens. Zur Einweihungsfeier hatten die Katholische Kirchenstiftung, der Markt Thierhaupten und die Einrichtung eingeladen. Zahlreiche Eltern und andere Gäste kamen, um bei strahlendem Sonnenschein zu feiern.

Bereits im September waren die neuen Räumlichkeiten von der Igel-, der Fuchs- und der Opossum-Gruppe bezogen worden. Auf drei Stockwerken finden sich neben den Gruppenräumen auch eine Turnhalle und ein Atrium mit Bällebad. Nun wurde der Neubau von Pfarrer Werner Ehnle und mit Domkapitular und Diözesan-Caritasdirektor Dr. Andreas Magg eingeweiht. Auch die Kinder durften den Weihwassersprenger in die Hand nehmen und bei der Segnung ihrer Gruppenzimmer helfen.

Im Garten der Einrichtung begrüßte Bürgermeister Toni Brugger vorab sämtliche Gäste: Neben den Vertretern der Geistlichkeit zählten dazu unter anderem die beiden Altbürgermeister Franz Neher und Fritz Hölzl sowie einige Mitglieder des Gemeinderates. Resi Herb und Leonhard Bögl vertraten den Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung, anwesend war auch Roswitha Schiereis als Leiterin des partnerschaftlichen Kindergartens in Neukirchen.

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Der Bürgermeister dankte unter anderem seiner Verwaltung und dem Bauhof, dem Kindergarten-Team, dem Elternbeirat mit seinem Vorsitzenden Matthias Knoll und allen 28 Firmen, die am Anbau beteiligt waren. „Gerade durch die Flexibilität und die Zuverlässigkeit der örtlichen Handwerker konnten wir den Einzugstermin im September doch noch einhalten“, sagte der Rathauschef. Während der Bauphase hätten das Wetter und

Grabfunde auf dem Gelände Schwierigkeiten bereitet und eine verspätete Fertigstellung vermuten lassen.

„Reibungslose, schnelle und unkomplizierte“ Bauphase

Ebenfalls ans Rednerpult stellte sich Gerhard Mach als planender Architekt des Anbaus. Er freute sich über eine „reibungslose, schnelle und unkomplizierte“ Bauphase, nachdem er im April 2017 mit der Erweiterung beauftragt worden war. Eine Herausforderung dabei sei es gewesen, dass es sich um eine relativ kleine Fläche handele, die ehemals zur Außenanlage des Kindergartens gehört hatte und nun bebaut werden sollte.

Auch Daniel Leinen vom Caritasverband hatte anfangs über den kleinen Bauplatz gestaunt. Heute sei er glücklich über das Ergebnis, wie er den Gästen bei der Einweihungsfeier stolz verriet. Er sagte: „Das passt gut!“

Besonders stolz auf die Kindertagesstätte und dessen Erweiterung ist Leiterin Sieglinde Weidenauer. „In unserer Einrichtung treffen verschiedene Altersgruppen, Kulturen, Sprachen und Religionen aufeinander: ein kleines Europa“, sagte sie. „Wir lernen hier, tolerant, respektvoll und einfühlsam miteinander umzugehen.“ Auch sie dankte ihrem Team und allen Beteiligten, die dazu beigetragen haben, dass die Tagesstätte heute neun Gruppen beherbergen kann.

Baukosten: Etwa 1,2 Millionen Euro

Das aus den 1980er-Jahren stammende Gebäude wurde bereits 2013 um eine Kinderkrippe erweitert, ehe abermals der Platz für den Nachwuchs knapp wurde. Die reinen Baukosten des neuesten Anbaus betragen laut Brugger etwa 1,2 Millionen Euro – etwa 90 Prozent davon werden durch Förderprogramme des Bundes und des Freistaats Bayern gedeckt.

Bereits vor der Segnung der neuen Räume fand ein Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Peter und Paul statt. Am Nachmittag luden die Verantwortlichen noch zu einem Tag der offenen Tür ein, um Gästen die Möglichkeit zu geben, das gesamte Haus zu besichtigen. Neben einer Zaubervorführung, einem Glücksrad und weiteren Angeboten für die Kinder sorgte der Elternbeirat für das leibliche Wohl aller Besucher.

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