1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Kreuzweg rührt an und schenkt Hoffnung

Glauben

24.03.2016

Kreuzweg rührt an und schenkt Hoffnung

Vor der Kulisse des Augsburger Doms machen sich Darsteller und Mitgehende gemeinsam auf den „Kreuzweg der Jugend“ durch die Innenstadt.
Bild: R. Gumpp

Beim „Kreuzweg der Jugend“ sorgen Akteure aus Nordendorf für ergreifende Szenen in Augsburg

Ergreifend, genial, traurig, souverän – so beschreiben Menschen den „Kreuzweg der Jugend“, den sie am vergangenen Wochenende in Augsburg erleben und mitgehen konnten. Autor und Regisseur war auch in diesem Jahr wieder Pfarrer Franz Walden. Von 2006 bis zum Weggang von Pfarrer Walden im September 2015 nach Weißensberg bei Lindau war der Kreuzweg der Jugend eine feste Größe in der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf. Dabei veränderte er von Jahr zu Jahr sein Gesicht: Wege, Orte, Darsteller, musikalische Gestaltung, die Technik und auch das Wetter sorgten für die entsprechende Abwechslung.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Heuer gab es eine erneute Premiere: Pfarrer Franz Walden schaffte das Zusammenspiel der Akteure aus den beiden Pfarreiengemeinschaften Weißensberg und Nordendorf. „Ihr Darsteller dürft mächtig stolz auf euch sein! Der Kreuzweg durch die Augsburger Innenstadt ist uns besonders gut gelungen. Besonders wertvoll finde ich das tolle Miteinander von Menschen, die sich vor zwei Wochen noch nicht gekannt und nach unserem gemeinsamen Projekt festgestellt haben, dass wir uns bald wiedersehen wollen“, so schreibt Pfarrer Franz Walden in einer Mail an alle Beteiligten.

Der diesjährige Kreuzweg der Jugend hinterließ beeindruckende Bilder in Lindau und am vergangenen Wochenende in Augsburg. „Wo bist DU?“ beschreibt Szenen aus der Passionsgeschichte. Die Kinder und Jugendlichen – manche von ihnen sind schon seit Jahren mit zunehmender Begeisterung dabei, manche trauten sich das erste Mal – agierten überzeugend und glaubwürdig. Ihre Rollen spielten sie mit professioneller Distanz, obwohl nur jeweils in Lindau und Augsburg eine Probe möglich war. Veranstalter in Augsburg war die Katholische Jugendstelle. Nach der Eröffnung am Dom durch Pfarrer Konrad Maria Bestle und seinen evangelischen Kollegen Bernhard Offenberger führte der Kreuzweg in die Krypta, zu Maria Ward, in die Abteikirche von St. Stephan, zum Fugger- und Welser-Erlebnismuseum, in die Kirche des Klosters St. Elisabeth und in den Garten der Klosteranlage. Hier spielten sich berührende Szenen ab, beispielsweise in St. Stephan der bewegte Judas Iskariot, der zu spät merkt, dass er sich auf einen Verrat eingelassen hat. Lobenswert auch der Sologesang von Veronika Sedlacek. Am Altar von St. Elisabeth feierten die Jünger mit Jesus das „Letzte Abendmahl“, eine bewegende Szene, und dann im Garten des Klosters der Verrat. Laurenz Sedlacek schlüpfte gekonnt in seinen Part als Judas Iskariot, Daniel Häusler verkörperte hervorragend die Rolle des Hohen Priesters, einmalig auch Jonas Gollinger als Pontius Pilatus. Alexander Grotz spielte den mächtigen König Herodes, als Schriftgelehrte traten Louisa und Miriam Müller sowie Veronika Sedlacek auf. Die Jesus-Rolle war in den Händen von Benedikt Kappel, sein Double spielte Fabian Hornung. Den Sprung in die Gegenwart verkörperten die Rollen der Reporterin und der Kritikerin. Hier glänzten Christina Vögel (Reporterin) und als Kritikerin Julia Maschke.

Die Verantwortung für die Technik lag in den Händen von Günter Hensel, der mit seiner „mobilen“ Technikstation in Lindau wie auch in Augsburg sehr gefordert war. Die farbenfrohen, aufwendig geschneiderten Gewänder und die zahlreichen Requisiten zeigten, dass auch hinter den Kulissen ganze Arbeit geleistet wurde. Dafür zeichneten Simone Götzfried und ihr Helferteam verantwortlich, für die musikalische Gestaltung Ulrike Heindl und Elisabeth Sedlacek. Musikpädagogin Ulrike Heindl hatte eigens für den Kreuzweg der Jugend einen Projektchor gegründet. Religionspädagogin Sabine Eltschkner stand Pfarrer Walden unterstützend zur Seite. Dieser Kreuzweg der Jugend ließ beeindruckende Bilder entstehen, die anrührten, betroffen machten und Hoffnung schenkten.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren