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Langweid

17.10.2020

Langweid erhält viel Geld für die neue Bahnunterführung

Für die Erneuerung der Langweider Bahnunterführung mit Kreisverkehr erhält die Gemeinde einen hohen Zuschuss.
Bild: Marcus Merk

Plus Die Bahnunterführung im Süden der Gemeinde Langweid wurde ausgebaut. Dafür gibt es nun einen höheren Zuschuss vom Freistaat. Und schnelleres Internet kommt auch.

Einen Zuschuss in Höhe von 2,3 Millionen Euro bekommt Langweid für den Ausbau der Eisenbahnunterführung im Süden der Gemeinde. Darüber informierte Bürgermeister Jürgen Gilg den Gemeinderat. Das sind insgesamt bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Das habe man zum Großteil dem Einsatz des Landtagsabgeordneten und Haushaltsexperten Georg Winter zu verdanken, so Gilg.

Der Zuschuss sei deutlich höher ausgefallen als üblich, und das „tut dem Haushalt der Gemeinde wirklich gut“. Die Gemeinde muss rund 1,5 Millionen Euro aus Eigenmitteln aufbringen, da sie eine deutlich breitere Unterführung mit eigenem Rad- und Fußweg haben wollte. Als die Bahn die baufällige Brücke erneuern musste, entschied sich der Gemeinderat für die nun umgesetzte Variante.

Nächsten Sommer soll Langweid Glasfaserkabel für schnelles Internet bekommen

Nächsten Sommer schon könnten die Glasfaserkabel für das schnelle Internet in die Erde und in viele Haushalte der Gemeinde Langweid kommen. Das Konzept dafür stellte Peter Reisinger, Regionalleiter Bayern der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser, dem Gemeinderat in jüngster Sitzung vor. Anders als bei der Kombination von Glasfaser und Kupferleitung seien die versprochenen Übertragungsraten bei der reinen Glasfaserversorgung garantiert. „Sie bekommen genau das, wofür sie auch bezahlen“, so Reisinger.

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Der Breitbandausbau lohnt sich für die Firma, wenn sich 40 Prozent der Haushalte für den Anschluss entscheiden und einen Zweijahresvertrag abschließen. Für Kunden, die noch an einen anderen Anbieter vertraglich gebunden sind, biete man eine kostenlose Übergangszeit von bis zu einem Jahr an. Mehr als eine Million der schnellen Anschlüsse habe das Unternehmen schon gebaut, Erfahrung habe man also reichlich.

Die Bürger können entscheiden, ob sie den kostenlosen Glasfaseranschluss haben möchten

Ein Angebot, das für Langweid viele Vorteile hat. In Stettenhofen und Foret würde die Strecke vom Verteilerkasten bis in die Häuser nicht mehr über die alten Kupferleitungen laufen, sondern mit Glasfaserkabel ausgebaut werden. Und das ohne auf staatliche Förderung hoffen zu müssen und den gemeindlichen Eigenanteil zu tragen.

Im Kernort Langweid wäre der Glasfaserausbau gar nicht zuschussfähig, da mit Kabel Deutschland ein Anbieter am Markt ist, der die aktuellen Förderkriterien erfüllt, erklärte Bürgermeister Jürgen Gilg. „Das ist aktuell die einzige Chance auf Glasfaser für Langweid.“ Für Achsheim wird die Förderung für den Glasfaseranschluss beantragt, da sich der Ausbau für die Deutsche Glasfaser nicht rechnet.

Die Bürger sollen entscheiden können, ob sie den kostenlosen Anschluss haben möchten, beschloss der Gemeinderat einstimmig. Einen Wegenutzungsvertrag könne die Verwaltung mit dem Unternehmen abschließen, so das Votum. Die Deutsche Glasfaser wird Anfang 2021 die Bürger über das Angebot informieren und das Ergebnis anschließend wieder im Gemeinderat vorstellen.

Mit LED-Straßenbeleuchtung sparen

Helles Licht auf den Straßen, weniger Stromverbrauch und über 43.000 Kilo eingespartes CO2. Dafür entschied sich der Langweider Gemeinderat einstimmig. Der LED-Anteil an den Leuchtkörpern im Gemeindegebiet soll in den nächsten zehn Jahren von 45,5 Prozent auf 72,1 Prozent steigen. Der Stromverbrauch senkt sich dadurch voraussichtlich von 193.000 Kilowattstunden auf 101.000 kWh. Gemeinsam mit Stromversorger LEW geht Langweid schon seit 2016 den Weg des Stromsparens. Standen 2016 noch knapp 260.000 kWh auf der Jahresrechnung, waren es 2019 schon nur noch knapp 193.000 kWh.

Die Investition in LED-Technik wird insgesamt 124.000 Euro betragen. Jährlich zahlt die Gemeinde 15.000 Euro für den Tausch der alten gegen die neuen Leuchtkörper. Die Einsparung liegt bei jährlich gut 17.000 Euro. Dazu kommen noch 900 Euro jährlicher Rückerstattung für nicht mehr nötige Wartung der alten Lampen.

Für den geplanten Neubau des Schützenheims in Foret muss der Bebauungsplan „Gewerbepark Foret“ geändert werden. Da sich aus den Stellungnahmen der erneuten Behörden und Öffentlichkeitsbeteiligung nur redaktionelle Änderungen ergaben, fasste der Gemeinderat einstimmig den Satzungsbeschluss.

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