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Neusäß

20.03.2015

Lohwaldstadion: Funktionär ist enttäuscht von der Stadt

Der TSV Neusäß hat  im Lohwaldstadion auch schon gegen den FCA gekickt.
Bild: Archiv

Ernst Krendlinger hatte alles genau geplant. Doch jeman macht ihm einen Strich durch die Rechnung.

Ernst Krendlinger, der Abteilungsleiter der Fußballabteilung des TSV Neusäß, hatte es sich so schön ausgemalt: Ein Sponsor, den Krendlinger an Land gezogen hatte, sollte die Namensrechte am Neusässer Lohwaldstadion kaufen und dafür Geld an den Verein und die Stadt zahlen. „Das wäre über zehn Jahre eine sechsstellige Summe gewesen“, sagt Krendlinger.

Seit einem einstimmigen Votum des Neusässer Ältestenrates gegen den Verkauf der Namensrecht ist aber klar: Daraus wird nichts. Krendlinger ist vom Verhalten der Stadt, wie er sagt, „persönlich tief enttäuscht“. Denn die Summe, die der Sponsor gezahlt hätte, wäre zwischen der Stadt und dem Verein geteilt worden, betont er. „Ich möchte mal wissen, welche Stadt es sich leisten kann, einfach so auf geschenktes Geld zu verzichten.“ Dass der Vorschlag zu diesem Namenssponsoring überhaupt abgelehnt werden könnte, hätte Krendlinger ohnehin nicht gedacht. Schließlich muss der Verein Geld auftreiben, damit die Stadt das Vereinsheim saniert. Das Vereinsheim gehört im Gegensatz zum Stadion dem Verein, der Umbau soll laut einem Gutachten rund 300000 Euro kosten.

Die Stadt um Bürgermeister Richard Greiner (CSU) verteidigt das Vorgehen – schließlich ist sie der Besitzer des Lohwaldstadions. Für Krendlinger bedeutet das nun, dass er neue Wege finden muss, um Geld von Sponsoren aufzutreiben. Im Gespräch sei es zum Beispiel, einzelne TSV-Spieler künftig besser zu vermarkten. Norbert Graßmeier, der Vorsitzende des Gesamtvereins, sagt mit einem Blick auf Krendlinger: „Ich kann die Emotionalität verstehen, mit der die Diskussion geführt wird. Zugleich muss man aber auch die Fakten sehen – und die sprechen eine eindeutige Sprache. Da brauchen wir nicht diskutieren.“

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