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Kunst

21.06.2017

Markus Zerle steht am liebsten an der Staffelei

Markus Zerle hat die Schreinerwerkstatt seines Großvaters zu seinem Mal-Atelier umgewandelt.
Bild: Monika Matzner

Junger Ehinger lässt sich beim Malen oft von Musik inspirieren. Dabei entstehen abstrakte Arbeiten und heimische Bauten. Ausstellung in Meitingen

Das Hobby Malen belegt bei jungen Menschen eigentlich nicht die vorderen Plätze der Ranking-Liste, doch für Markus Zerle aus Ehingen steht es an erster Stelle. Allzu gerne greift der 20-Jährige in seiner Freizeit zu Farbe und Pinsel und malt verschiedenste Werke gemäß dem Motto „alles was gefällt und Spaß macht“. Blickt man in sein Atelier auf dem elterlichen Anwesen, kann man die Leidenschaft des jungen Künstlers regelrecht spüren. In der ehemaligen Werkstatt des Großvaters, wo Zimmermann Paul Zerle einst mit Holz und Hobel tätig war, sitzt nun der Enkel an der Staffelei und geht mit Begeisterung seiner kreativen Leidenschaft nach.

Vor allem faszinieren ihn die Acrylmalerei, Graffitis und die ab-strakten Themen. Als besondere Inspiration dienen die Werke des russischen Malers Wassili Kadinsky. „Doch ich habe keinen fixen Stil, dem ich folgen muss, ich probiere mich in verschiedene Richtungen aus und experimentiere auch gerne mit Materialien“, erklärt der Künstler. Von Urlaubsmotiven über Landschaften und regionale Bauten wie die Ehinger Frauenkirche oder die Klosterkirche Holzen reicht die Bandbreite. Oft geben ihm auch Lieder – vorwiegend Rock und Heavy Metall – Impulse für seine Werke. Konzertbesuche und Festivals fordern ihn geradezu auf, den Pinsel in die Hand zu nehmen. „Ich will mit jedem Bild etwas ausdrücken“, sagt Markus Zerle und bezeichnet sich selbst als „Freidenker“. In seinem Freundeskreis teile zwar niemand sein Hobby, doch „die Kumpels finden es recht cool, was ich so mache“, sagt er.

Beste Unterstützung bekommt der junge Künstler natürlich von seinen Eltern Diana und Franz Zerle. Bereits während der Schulzeit erkannten die Kunstlehrer sein Talent. „Sowohl in der Mittelschule Meitingen als auch in der Realschule Heilig Kreuz in Donauwörth (Kunstzweig) wurde ich bestens gefördert. Ich lernte viel, von Techniken bis Kunstgeschichte, und bin meinen Lehrern dafür sehr dankbar“, blickt der junge Mann zurück. So konnte er sein Kunstinteresse stetig weiterentwickeln. Seine Mutter erinnert sich an eine „künstlerische Episode“ aus seiner Grundschulzeit. Als er das Alphabet lernte und den Begriff „Schuh“ schreiben sollte, malte er stattdessen mit Hingabe ein detailgetreues Exemplar ins Schreibheft.

Bei der Berufswahl hat sich der junge Künstler dann aber für etwas „Handfestes“ entschieden. Doch es gelingt ihm, sein Hobby beruflich manchmal einzubinden. Markus Zerle macht derzeit eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. Bei der Beschäftigung mit Menschen mit Behinderungen gibt es viele Momente, in denen kreative Arbeiten gefragt sind. Er liebäugelt damit, später einmal Hobby und Beruf zu verknüpfen: „Etwas in Richtung Kunsttherapie würde mir gefallen.“

Doch erst einmal steht eine Ausstellung an. Im Infoturm am Meitinger Rathausplatz präsentiert er erstmals seine Werke der Öffentlichkeit (Dauer: bis 31. Juli).

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