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Aystetten

08.10.2019

Mehr Platz für den Aystetter Mühlbach 

Der Mühlbach in Aystetten soll wieder in seinem natürlichen Bachlauf fließen, die Planungen für die Renaturierung stammen bereits aus dem Jahr 2014. Nun wird es konkret. Diese Brücke wird abgerissen. Der Bach bekommt unter der neuen Brücke einen breiteren Durchlauf. 
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Die Gemeinde Aystetten will einen natürlichen Bachverlauf. Die Planung begann vor drei Jahren, nun folgt ein wichtiger Schritt zur Umsetzung.

Lange schon beschäftigt der Mühlbach die Gemeinde Aystetten, jetzt geht es voran: Der Gemeinderat entschied sich einstimmig für den Ausbau des Gewässers. Schon 2016 hatte das Gremium Planungsbüros für die Renaturierung des kleinen Bachs, der gerade einmal der Länge nach durch die Gemeinde fließt, beauftragt. In der jüngsten Sitzung folgte nun die Entscheidung, dass jetzt Ingenieurbüros mit der Umsetzung der Bauvorhaben am Zug sind.

In einer Infoveranstaltung Mitte September informierte die Gemeinde über die konkreten Bauvorhaben. „Die Bürger waren interessiert und stehen hinter dem Vorhaben“, schildert Bürgermeister Peter Wendel seinen Eindruck nach der Versammlung.

Wasser soll bei Starkregen besser abfließen können

Wie bereits berichtet, soll der natürliche Bachlauf wieder hergestellt werden und so der Vegetation neuen Platz bieten. Das Ingenieurbüro Steinbacher hatte 2014 im Auftrag der Gemeinde eine hydraulische Berechnung des Mühlbachs durchgeführt und als Lösung des Rückstauproblems eine Renaturierung des Bachs vorgeschlagen. Rund 800 Meter sollen sich ab kommendem Jahr durch die Gemeinde schlängeln, bis er etwa in der Mitte des Ortes unterirdisch weiterläuft. Ziel ist, den Mühlbach in einen „guten ökologischen Zustand“ zu bringen. Als Nebeneffekt soll durch den natürlichen Bachlauf der Pegel sinken und Wasser bei Starkregen besser abfließen können. Dazu werden die Sohle des Baches aufgeweitet und neue Brücken gebaut beziehungsweise erweitert.

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Im Moment liegt der Förderantrag für die Baumaßnahmen im Landratsamt. Die schriftliche Bestätigung folgt laut Bürgermeister Peter Wendel Ende Oktober. Erst dann entscheidet die Gemeinde, welches Ingenieurbüro den Auftrag erhält. Bürgermeister Wendel fasst dafür das erste Quartal 2020 ins Auge. Allzu lange möchte die Gemeinde aber nicht warten, denn: „Ab Frühjahr beginnt der Vegetationszeitraum, dann darf nicht gebaut werden“, sagt Wendel. Insgesamt belaufen sich die Planungskosten des Mühlbach-Ausbaus auf rund 150000 Euro.

150.000 Euro für den Ausbau des Mühlbach

Der Freistaat übernimmt für die Renaturierung und den ökologischen Ausbau des Bachs 75 Prozent der Kosten. Nicht Teil der Förderung sind aber zwei Brücken, die umgestaltet werden. Eine bereits bestehende am Mühlenweg wird abgerissen und mit größerem Durchfluss neu gebaut.

Zwei kleine Rohre sollen verhindern, dass bei hohem Pegelstand sich das Wasser rückstaut und im schlimmsten Fall durch den Gulli auf die Straße drückt. Ebenfalls nicht förderfähig ist die Brücke auf Höhe des Bauhofs. Dort, wo im Moment noch eine breite Steinbrücke steht, folgt eine Furt. So soll gewährleistet bleiben, dass die Arbeitsfahrzeuge auf den Bauhof gelangen. Die kleine Behelfsbrücke wenige Meter weiter, die vor einigen Jahren für den Landkreislauf gebaut wurde, bleibt bestehen.

Die Kosten für den Brückenbau, die die Gemeinde aus eigener Tasche zahlen muss, bereiteten Maria Hackl (SPD) Kopfschmerzen. Bürgermeister Wendel wendete darauf ein, dass die Kosten bislang noch nicht bekannt seien.

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