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Emersacker

08.12.2018

Nach Brand: Kommt wieder eine Kneipe ins Schloss? 

Ein großes Thema der vergangenen Sitzung im Gemeinderat Emersacker war der Brand des Mansardengebäudes im Schloss.
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Ein großes Thema der vergangenen Sitzung im Gemeinderat Emersacker war der Brand des Mansardengebäudes im Schloss.
Bild: Marcus Merk

Das Gebäude in Emersacker muss wohl komplett entkernt werden. Die Gemeinde muss viel Geld in die Hand nehmen und auch der Denkmalschutz spielt eine Rolle.

Ein großes Thema der vergangenen Sitzung im Gemeinderat Emersacker war der Brand des Mansardengebäudes im Schloss. Bürgermeister Michael Müller berichtete, das ein Chemiker das Gebäude – der älteste Teil des Schlossensembles – auf Giftstoffe untersuche. Dringend empfohlen werde aufgrund der Gefahr von Schimmelbildung sowie des Aufquellens des Altholzes die Entfernung der Wandverkleidungen und der Bodenbretter. Die Bretter müssen aber nicht nur entfernt, sondern außerdem auch zum Trocknen gelagert werden.

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Alles, was Gesundheit oder Sicherheit gefährdet, darf nach einem Gespräch mit dem Amt für Denkmalschutz, sofort aus dem Gebäude entfernt werden. Die gesamte Elektroinstallation ist zusammengeschmort. Im Klartext heißt das, man müsse wohl das komplette Gebäude entkernen. Sogar der bereits sanierte Toilettenbereich im Erdgeschoss sei gänzlich unbrauchbar geworden.

Gemeinde ist mit 1,8 Millionen Euro versichert

Müller erklärte, die Gemeinde sei mit 1,8 Millionen Euro versichert und habe zudem eine Inventarversicherung. Überlegt werden müsse nun, ob wieder eine Gaststätte untergebracht werden solle und welche Nutzung die beiden Obergeschosse haben sollen. Zudem werde ein Brandschutzkonzept benötigt. Als Unterstützung soll mit Georg Hienle ein Architekt mit Erfahrung im Denkmalschutz hinzugezogen werden.

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Trotz der Versicherungsleistungen werde die Gemeinde Geld in die Hand nehmen müssen. „In welcher Größenordnung kann ich aber beim besten Willen nicht sagen“, so Bürgermeister Müller.

Als Sofortmaßnahme müsse auch so schnell wie möglich ein über zwei Tonnen schwerer Stahltank im Obergeschoss entfernt werden, damit dieser nicht durch die verbrannten Holzböden stürzt.

Weitere Folge des Brandes ist, dass der Gemeindesaal derzeit keinen Fluchtweg hat. Deshalb wird am Giebel des Saals ein Treppengerüst aufgestellt.

Gemeinderat Michael Daum plädierte dafür, die Bevölkerung bei der künftigen Nutzung des Gebäudes einzubeziehen.

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