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Ugandahilfe

08.05.2015

Neue Ambulanz soll Menschen helfen

Bei der Einweihung der neuen Krankenstation war es für die Gäste aus Langweid Ehrensache, in landesüblicher Tracht dabei zu sein. Ludwig Pröll und Klaudia Weishaupt feierten mit Father Johannes den gelungenen ersten Bau.
Bild: Ugandaverein

Mit Unterstützung aus Langweid entsteht eine Krankenstation nahe Kampala

Nächster Schritt für ein Krankenhaus in Afrika: Mit Schülerpatenschaften wurden bereits 2002 die ersten Fäden eines Netzwerks der Hilfe zwischen Langweid und dem rund 6000 Kilometer entfernten ostafrikanischen Uganda gesponnen. Pfarrer Johannes Bosco Kuggundu, der seit 1999 jeden Sommer als Urlaubsvertretung die deutsche Pfarrei betreut, hatte die vielen Fragen nach den Lebensumständen in seiner Heimat beantwortet und damit eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst, die bis heute anhält.

Seitdem hat das Team der Ugandahilfe Stettenhofen-Langweid viele weitere Patenschaften vermittelt, einen Kirchenneubau und ein Projekt zur Wasserversorgung für ein ganzes Dorf auf die Beine gestellt. Eine komplette Krankenstation für rund 4000 Menschen ist das neueste Vorhaben der ehrenamtlichen Helfer um Vereinschef Ludwig Pröll. Der erste Bauabschnitt konnte Anfang des Jahres fertiggestellt werden, und nun war die Einweihungsfeier der Ambulanz im rund 30 Kilometer von der Hauptstadt Kampala entfernten Nswansere.

„Die Freude über den ersten Schritt zur modernen medizinischen Versorgung vor Ort war groß“, berichteten Pröll und Klaudia Weishaupt, die als Projektteam Urlaubstage und Reisegeld investierten, um mit dabei zu sein, als der erste Teil des seit 2013 geplanten Gesundheitszentrums für die Region an den Start ging.

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Mit einem feierlichen Kirchenzug, einem Festgottesdienst mit dem Generalvikar der Diözese Kampala und einem anschließenden Fest mit vielen Vertretern der Kirche und der Gemeinde wurde die Fertigstellung gefeiert. Weitere Bauabschnitte sollen die stationäre Versorgung sicherstellen und eine dringend benötigte Geburtsstation schaffen.

Bevor es damit losgehen kann, liegt aber noch viel Arbeit vor den Aktiven. „Wir machen erst dann weiter, wenn das Geld dafür auf dem Konto ist“, betont Pröll.

Der Bau der Ambulanz, die von der Diözese Kampala mit ärztlichem und pflegerischem Personal ausgestattet wird, kostete 55000 Euro. Gut die Hälfte davon waren private Spenden und Erlöse aus Veranstaltungen der Ugandahilfe, der Rest wurde aus Zuwendungen der Diözesen Augsburg und Rottenburg-Stuttgart bestritten. Mit einem Finanzierungsbedarf von gut 60000 Euro rechnet Pröll für die weiteren Bauabschnitte.

Dafür legen sich die Vereinsmitglieder auch 2015 wieder ordentlich ins Zeug. Ein Golfturnier für Profis und Nichtprofis findet im Juni in Dillingen statt, das sommerliche „Afrika-Festle“ ist fest im August eingeplant, und auch der jährliche Adventsbasar im November soll Besuchern Spaß und dem Konto der Ugandahilfe Freude machen. Konzerte regionaler Künstler sind in Planung.

Nach dem finanziellen Jahresabschluss 2015 wird dann entschieden, wann es weitergehen kann mit dem Bau der Krankenstation im fernen Uganda.

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