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Kutzenhausen

21.09.2020

Neue Buswartehäuschen und Tempo 30 für Rommelsried

Die Buswartehäuchen an der Ortsdurchfahrt in Rommelsried sind kein schöner Anblick mehr. Jetzt erhalten die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs zwei neue Unterstände.
Foto: Gemeinde Kutzenhausen

Plus Die finanzielle Lage der Gemeinde Kutzenhausen ist so gut, dass neue Buswartehäuschen außerplanmäßig in diesem Jahr noch drin sind.

Die Buswartehäuschen an der Ortsdurchfahrt in Rommelsried sind in die Jahre gekommen und bieten wenig Schutz für die Fahrgäste. Der Gemeinderat stimmte deshalb in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich zu, zwei neue, voll verglaste Unterstände zu beschaffen. Die Mittel dazu werden außerplanmäßig bereitgestellt.

Bürgermeister Andreas Weißenbrunner drängte auf die Anschaffung der Wartehäuschen gleich aus mehreren Gründen. Einmal habe es bereits etliche Beschwerden von Bürgern über die mittlerweile wenig einladend aussehenden Unterstände gegeben, teilte er dem Gremium mit. Zum anderen erinnerte er bei einem Kauf an die Mehrwertsteuerersparnis bis Ende des Jahres. Darüber hinaus werde der Kommune für die Erneuerung ein zehnprozentiger Kreiszuschuss in Aussicht gestellt, da die Häuschen auch entlang einer AVV-Linie stünden.

Kutzenhausen kann sich die Investition leisten

Im Haushalt der Gemeinde seien dafür bislang keine Mittel bereitgestellt, informierte Weißenbrunner. Diese können aber außerplanmäßig im Rahmen der Gesamtdeckung und durch Minderausgaben beziehungsweise Mehreinnahmen im laufenden Haushalt zur Verfügung stehen.

Gemeinderat Franz Bossek (Bündnis 90/Die Grünen) fand eine Erneuerung der Unterstände gut, verwies aber bei den glasflächigen Häuschen nachdrücklich auf Schutzfolien, um Vogelschlag zu verhindern. Ralph Kramer (Freie Wähler Kutzenhausen) fragte, ob man die vorhandenen Häuschen einfach nur aufwerten könne. Peter Knöpfle (Miteinander umdenken) erinnerte an die finanzielle Situation der Gemeinde. Er habe Probleme mit zusätzlichen Projekten, die im laufenden Haushalt angestoßen würden, meinte er. Kämmerin Katharina Zircher entgegnete daraufhin, dass der Etat nicht ganz so schlecht verlaufe. „Es sind Finanzpuffer vorhanden, zudem fließt die Gewerbesteuer noch gut.“ Deshalb seien die Buswartehäuschen im heurigen Budget noch drin.

Anwohner hatten über zu schnellen Verkehr in Rommelsried geklagt

Thema war auch die Ausweisung einer Tempo-30-Zone in Rommelsried. Hintergrund dazu sind Klagen von Anwohnern während der Bauarbeiten in der Ortsdurchfahrt von Rommelsried über den Ausweichverkehr. Insbesondere wurde darin auf zu hohe Geschwindigkeiten hingewiesen. Demzufolge fand Anfang September ein Ortstermin mit Vertretern der Polizei statt. Dabei befürworteten die Fachleute eine Tempo-30-Zone für die Straßen Am Herzogberg, Bachgäßle, Steinäcker sowie St.-Ursula-, Kehlbach- und Haldenbergstraße. Nachdem in der Straße An der Viehweide ein Gewerbebetrieb untergebracht ist, soll die Ausweisung in der St.-Ursula-Straße erst nach dieser Einmündung erfolgen. Eine Beschilderung in jeder Straße ist nicht nötig. Es gilt generell die Rechts-vor-Links-Regelung. Das Gremium beschloss dies so nach kurzer Diskussion mit einer Gegenstimme.

Im Juli genehmigte der Gemeinderat die Durchführung standesamtlicher Trauungen im Freien und widmete das Atrium der Schule und den Vorplatz der Gemeindehalle als zusätzliche Eheschließungsorte. Zeitgleich wurde beschlossen, dass sich die Brautpaare selbst um Bestuhlung, Trauungstisch und Dekoration kümmern müssen.

Hochzeiten draußen werden teurer

Jetzt habe sich herausgestellt, dass eine private Bereitstellung der Stühle und des Trauungstisches nicht praktikabel und nur schwer umsetzbar sei, so Weißenbrunner. Sinnvoll wäre vielmehr, dass der Hausmeister der Schule oder ein Mitarbeiter des Bauhofs auch für die Bestuhlung der Außenanlage sorgt. Für die Eheschließung im Freien inklusive Bestuhlung schlug die Verwaltung eine Gebühr von 100 Euro vor.

Die Gemeinderatsmitglieder folgten diesem Vorschlag, setzten die Gebühr wegen des Personalaufwands allerdings auf 200 Euro fest.

Vertagt wurde dagegen die neue Festsetzung der Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer. Informationen gab es zum aktuellen Stand beim Freibad. Die Sandstrahlarbeiten seien abgeschlossen, die Tätigkeiten mit den Außenanlagen begonnen worden, sagte Karlheinz Lutz vom Bauamt.

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