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Meitingen

21.01.2019

Neujahrsempfang mal ganz anders

Großes Kino für Meitingen: Nach der Ansprache von Bürgermeister Michael Higl wurde ein einstündiger Film über die Festwoche vor 30 Jahren gezeigt. Damals wurde die Gemeinde zum Markt erhoben. Die Markterhebung stärkte das Gefühl der Zusammengehörigkeit
Bild: Merk

Im Kino geht es beim Meitinger Neujahrsempfang auf Zeitreise: Vor 30 Jahren wurde der Ort zum Markt erhoben, was ein Film zeigt. Er hat eine besondere Bedeutung.

Nicht im Rathaus, sondern im neuen Kino fand gestern der Meitinger Neujahrsempfang statt. Das hatte einen besonderen Grund: Gezeigt wurde ein Film zur Festwoche vor 30 Jahren. Damals wurde Meitingen zum Markt erhoben. Alle wollten den Film von Josef Gogl sehen – der Andrang war riesig, was Bürgermeister Michael Higl emotional überwältigte. Er sagte: „Mit so vielen interessierten Bürgern habe ich nicht gerechnet.“ Wer den Film nicht sehen konnte, bekommt jetzt eine zweite Chance.

„Knapp 400 Leute in drei Kinosälen und weit mehr Kartenanfragen haben uns dazu gebracht, den Film im Februar nochmals zu zeigen“, erklärte Higl. Für ihn haben die Bilder, in denen viele Erinnerungen stecken, eine wichtige Funktion: „Der Film zeigt, was eine solche Markterhebung mit sich bringt. Wir konnten unsere Zusammengehörigkeit über Ortsgrenzen hinweg stärken, ohne den Ortsteilen etwas von ihrer jeweiligen Liebenswürdigkeit und Einzigartigkeit zu nehmen. Das war vor 30 Jahren so und so ist es noch heute“, erklärte Higl. Er war damals übrigens 14 Jahre alt und meistens „mit meinen Ministrantenkollegen unterwegs“. Am spannendsten fand er die Kegelbahn auf dem Festplatz. Der ist im Film genauso zu sehen wie die verschiedenen Festlichkeiten. Den Anfang machte damals die Einweihung des Bürgersaals. Es folgten die Einweihung eines neuen Feuerwehrhauses im Ortsteil Langenreichen und eine Vorführung der Feuerwehrmänner bei möglichen Einsätzen. Außerdem zu sehen: Der Markttag für Schüler, verschiedene Straßenumzüge und Festlichkeiten im und um das große Bierzelt. Zu den Höhepunkten zählten freilich die Übergabe der Markterhebungsurkunde durch den damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber und der Festumzug.

Der damalige Bürgermeister Alfred Sartor war nach der Aufführung im Kino ergriffen: „Diesen Film hier zu sehen und diese ganzen Erinnerungen nochmals auffrischen zu können, ist etwas ganz Besonderes. Wir sind in dieser Zeit zu einer tollen Gemeinschaft zusammengewachsen und sind das immer noch“, sagte Sartor. Und: „Durch diesen Film bin ich auch ein bisschen demütig geworden, denke ich an die Kollegen und Freunde, die damals dabei waren und heute leider nicht mehr unter uns sind und diesen Film sehen können.“

Auch bei den Meitingern kam der Film sehr gut an. Ullrich Kazik und Anton Schur haben die Festlichkeiten als junge Männer miterlebt. „Ich habe schon vieles vergessen, deshalb bin ich froh über diesen Film. Es war sehr schön, die Bilder von damals nochmals sehen zu können, sagte Schur. Sein Freund Kazik merkte an: „Der Film hat vieles in Erinnerung gerufen und mich begeistert. Wir haben hier alles, was man braucht, und es ist heute wie damals: Die Ortsteile werden super eingebunden, das konnte man auch bei dem Film gut erkennen. Insgesamt hat sich Meitingen super entwickelt.“

Und dennoch gibt es immer wieder neue Herausforderungen. Bürgermeister Michael Higl betonte in seiner Ansprache, wie wichtig es sei, dass nicht nur der Gemeinderat diskutiert und verhandelt, sondern auch die Bürger – sei es in Vereinen, bei Versammlungen oder am Runden Tisch. Higls wichtigste Ziele: Den allgemeinen Zuwachs bewerkstelligen, für mehr Mobilität und Inklusion sorgen und die Bildung hoch halten. „Wir wollen etwa mehr Wohnraum und Kindergartenplätze schaffen. Aber besonders wichtig ist mir, weiterhin die Zusammengehörigkeit zu stärken und die Ortsteile zu fördern, so wie es der Gedanke dieser Markterhebung war“, sagteHigl.

Termin Der Film wird am 10. Februar nochmals im Cineplex Meitingen aufgeführt. Die Karten gibt es kostenlos, eine Voranmeldung im Meitinger Rathaus ist notwendig.

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