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Gemeinderat

17.06.2019

Rat will klare Vorgaben für den „Alten Ortskern“

Ein neuer Bebauungsplan soll nun regeln, welche Gebäude im alten Teilbereich von Nordendorf entstehen dürfen

Die Gemeinde Nordendorf wird nun die mehrfach diskutierte Änderung des Bebauungsplans für einen Teilbereich des Alten Ortskern angehen. Städteplaner Werner Dehm zeigte in der jüngsten Gemeinderatssitzung die historische Abgrenzung des „Altortes“ auf. Der bestehende Bebauungsplan, der nun geändert werden soll, umfasst davon etwa ein Drittel der Fläche.

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Die bisherigen Regelungen für diesen Bereich sind in erster Linie auf das „Erhalten“ und eine lockere Bebauung ausgerichtet. Die Gemeinderäte waren sich weitgehend einig, dass der Bebauungsplan an die aktuellen Bedürfnisse angepasst werden soll. Es soll auch vermieden werden, dass – wie in der Vergangenheit mehrfach passiert – bei anstehenden Baumaßnahmen weitere Abweichungen von den grundlegenden Vorgaben des Planes zugelassen werden ohne eine Leitlinie zu haben.

Gemeinderätin Gunda Oelgrey wies darauf hin, dass bereits einige Bauvorhaben im betroffenen Bereich bekannt seien. „Wenn wir Wildwuchs vermeiden wollen, müssen wir neue Regelungen treffen.“ Schließlich ging es darum, zu klären, wie das Ziel am besten zu erreichen ist. Für eine komplette Aufhebung des aktuellen Bebauungsplanes stimmte lediglich Bürgermeister Elmar Schöniger. Die übrigen Gemeinderäte sprachen sich für eine Überarbeitung des jetzigen Planes aus.

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Die Aufhebung des Bebauungsplans würde laut Werner Dehm dazu führen, dass künftig Bauvorhaben unter dem Gesichtspunkt des „Einfügens“ zu bewerten sind, wobei die abschließende Entscheidung beim Landratsamt läge. Bei einer Änderung müssten sich die Bauwerber zunächst noch an die geltenden Vorgaben halten, jedenfalls wären Befreiungen ohne Zustimmung des Gemeinderates nicht möglich.

Über künftige Regelungsinhalte wurde noch nicht gesprochen. Als Grundlage soll nunmehr zusammen mit den Planern ein Strukturkonzept entwickelt werden. Dehm schlug vor in diesen Prozess auch die betroffenen Eigentümer einzubeziehen.

Einig war man sich, den Umgriff des neu zu überplanenden Bereiches etwas auszuweiten. Zusätzlich zum jetzigen Bebauungsplan „Alter Ortskern – Teilgebiet A“, dessen Grenzziehung aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziehbar ist, sollen die Bereiche Donnsbergstraße, Lagerhaus und Oehlstraße einbezogen werden. Mehrheitlich wurde entschieden für den restlichen „Alten Ortskern“ ein eigenes Verfahren durchzuführen. Diese Aufgabe bleibt damit dem künftigen Gemeinderat vorbehalten.

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