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Meitingen

26.02.2015

Schlechte Nachrichten für Warmduscher

Wenn heuer die Freibadsaison im Sun-Splash in Meitingen startet, haben die Freunde des kalten Nass gut lachen. Badegäste, die warm duschen wollen, müssen aber nach wie vor 50 Cent dafür bezahlen. 
Bild: Archivfoto: Marcus Merk

Wer sich nicht kalt abbrausen will, muss im Meitinger Freibad weiterhin Marken kaufen. Dafür gibt es  eine neue Ermäßigung

 Bei den derzeitigen Temperaturen ist es eine Wohltat, sich unter eine warme Dusche zu stellen. Aber selbst im Sommer, wenn das Meitinger Freibad geöffnet hat, gibt es einige Badegäste, die sich lieber mit wohltemperierten Wasser abbrausen, als sich kaltes Nass über den Kopf rieseln zu lassen. Doch eine warme Dusche gibt es nicht kostenlos. Wer diese nutzen will, muss für 50 Cent eine Marke besorgen.

Mit den Duschkosten beschäftigte sich nun der Marktgemeinderat in seiner Sitzung am Mittwochabend. Christoph Calta, einziger Vertreter der Bayernpartei im Marktgemeinderat, hatte einen Antrag gestellt, dass zumindest die Besitzer von Jahres- und Familienkarten kostenlos warm duschen können.

In der lebhaften Diskussion zeigte sich recht bald, dass die technische Umsetzung der Idee gar nicht so einfach ist. Zum einen gibt es im Freibad nur einen 300-Liter-Tank für warmes Wasser. Wenn nun die Duschmarken für jeden Besitzer von Dauerkarten ausgegeben werden, könnte sich der Tank an Tagen mit schlechterem Wetter sehr schnell leeren. „Mit dem 300 Liter Tank kommen wir bei vielen Warmduschern nicht weit“, war sich Christine Fünffinger, die fraktionslose Marktgemeinderätin sicher. Denn neben Bürgermeister Michael Higl waren auch viele Räte davon überzeugt, dass die Besitzer von Dauerkarten den Service einer kostenlosen Duschmarke pro Besuch sicherlich nutzen werden. Claudia Riemensperger, die Vorsitzender der CSU-Fraktion, befürchtete sogar, dass bei einer solchen Lösung so viele Marken im Umlauf sind, dass es einen regelrechten Schwarzmarkt damit geben könnte.

Auch die Frage, wie die Duschmarken ausgeben werden sollen, entpuppte sich als knifflig. Denn mit dem neuen elektrischen Kassensystem sollten Dauerkartenbesitzer das Drehkreuz am Eingang passieren können, ohne an der Kasse anzustehen. Würde aber an der Kasse die Duschmarke ausgegeben, wäre das neue System ad absurdum geführt. Doch es mangelte nicht an Ideen, wie man dieses Problem lösen könnte. Rudolf Helfert (Freie Wähler) meinte, man müsste dann einen zusätzlichen Automaten aufstellen, der die Duschmarken ausgibt. Robert Hecht (FW) schlug dagegen vor, den 50-Cent-Einwurf direkt an der Dusche zu installieren, wie das auch bei Champingplätzen üblich sei. Die Überlegungen rund um eine technische Umrüstung gefielen Matthias Mark (SPD) dagegen gar nicht. Er erklärte, dass es doch ein Schildbürgerstreich sei, wesentlich mehr Geld zu investieren, als schließlich beim Verkauf der Duschmarken herauskommen. Immerhin wurden laut Auskunft des Schwimmmeisterns im vergangenen Jahr lediglich 856 Duschmarken verkauft, viele davon an Vereine, wie etwa die Wasserwacht.

Schließlich erklärte Higl, dass die Idee von Christoph Calta im Kern nicht schlecht gewesen sei, aber technisch schwer umsetzen ist. Dieser Meinung schloss sich das Gremium an und somit müssen Warmduscher weiterhin eine Marke für 50 Cent kaufen.

Seniorentarif: Ab heuer wird es eine Seniorenermäßigung für Badegäste ab 65 Jahren geben. Sie zahlen für eine Dauerkarte nur noch 60 statt 70 Euro.

Halbzeitkarte: Die Halbzeitkarte, die eine halbe Saison lang galt und beispielsweise für Erwachsene 35 Euro kostete, gibt es nicht mehr.

Neu: Tageskarten können nun vorab gekauft werden und am Tag der Nutzung aktiviert werden.

Dauerkarten: Sie werden nun genau für ein Jahr gültig geschaltet. Wer beispielsweise im August kauft, hat eine Karte bis zum nächsten August.

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