Newsticker
RKI meldet 12.257 Neuinfektionen und 349 Todesfälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Skifahrer aus dem Landkreis Augsburg hoffen noch

Landkreis Augsburg

06.12.2020

Skifahrer aus dem Landkreis Augsburg hoffen noch

Spuren in den frischen Neuschnee ziehen gehört zu den schönsten Ski-Erlebnissen im gesicherten Gelände.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbol)

Plus Skifahrern droht eine Saison mit vielen Einschränkungen. Keine leichte Ausgangslage für die Skivereine im Landkreis Augsburg, die sich auf die Saison gefreut hatten.

Es ist abzusehen: Der Wintersport wird von der Pandemie eingeschränkt sein. Besonders die Skifahrer müssen sich von der Idee verabschieden, bald wieder wie all die Jahre die Berge hinabzusausen. Wie gehen die Ski- und Sportvereine im Landkreis mit dieser schwierigen Situation um?

In Gersthofen ist die Stimmung beim Skiverein gedrückt. Der TSV hat die Skikurse auf Januar 2022 verschoben und auch andere Veranstaltungen, wie das Training für die Saison müssen ausfallen. „Die gesellige Komponente des Skisports fällt weg. Da leidet die Vereinsgemeinschaft“, bedauert Ernst Winter, Leiter der Abteilung Alpin des TSV Gersthofen. Der Verein werde versuchen, andere Wintersportangebote anzubieten. Sobald es aber wieder möglich ist, wollen die Gersthofer wieder auf der Piste stehen.

Die Gesundheit steht an erster Stelle – auch bei den Skifahrern im Landkreis Augsburg

„Im Moment steht die Gesundheit an erster Stelle, erst dann kommt der Sport“, betont Martin Meyer, Leiter der Abteilung Ski und Wandern des TSV Neusäß. Auch seine Abteilung musste bisher einige Veranstaltungen für den Winter absagen. „Die zweite Welle kam nicht überraschend. Trotzdem wäre es vor allem für die Kinder schade, wenn die Skikurse größtenteils ausfallen müssten“, meint er weiter. Momentan hoffe der Verein noch auf den Januar. Man wolle noch abwarten, ob dann nicht doch zumindest tageweise Skikurse oder Schneeschuhwanderungen möglich seien. Die Skihütte des Vereins liegt zwar in Deutschland. Mit großen Gruppen besucht werde sie in nächster Zeit laut Meyer trotzdem nicht.

Der SWV Fischach wird sein Stamm-Skigebiet nicht besuchen

Im Spätsommer hatte das Team des Ski- und Wandervereins Fischach bereits begonnen, die Wintersaison unter Corona-Bedingungen zu planen, berichtet Theresia Wunderer, Vorsitzende des Vereins. Geplant waren kurze Kurse mit Selbstanreise und Hygienekonzept. Jetzt kam aber alles anders. „Erstmal sind jetzt keine Skikurse oder Hüttenwochenenden geplant, vor allem da unser Stamm-Skigebiet im österreichischen Berwang liegt“, bedauert Theresia Wunderer.

Wie die anderen Skivereine auch werden die Mitglieder des SWV jetzt erstmal abwarten und dann spontan entscheiden, welche Veranstaltungen möglich sind. „Skifahren als Outdoor-Sport scheint unproblematisch. Ein Problem sind aber vor allem die Pausen und das Liftfahren“, fasst Theresia Wunderer vom SWV Fischach die verzwickte Lage zusammen.

Die Schwabmünchner sehen optimistisch auf die neue Saison

In Schwabmünchen versucht der TSV optimistisch in die Saison zu starten. „Auf unserer Website kündigen wir noch geplante Touren und Unternehmungen ab Januar an. Wir wollten nicht einfach alles absagen“, berichtet Dieter Malcher von der Ski-Abteilung. Die Skigymnastik könne nicht stattfinden und auch der Skibasar musste abgesagt werden. Dieter Malcher ist auch bewusst, dass vermehrte Absagen der Skifahrten folgen werden. Am ehesten könne er sich vorstellen, gegen Ende der Saison Skitouren zu veranstalten. „Wir mussten in den letzten Jahren mal wegen zu wenigem Schnee Unternehmungen absagen, eine Situation wie dieses Jahr gab’s aber noch nie“, bedauert der erfahrene Skifahrer.

Für Sebastian Kaderk, den Vorsitzenden des DJK Leitershofen, ist es wichtig, im Austausch mit den Skiverbänden zu bleiben, die immer wieder neue Richtlinien für das Skifahren in Corona-Zeiten empfehlen. Alle Termine des Skivereins sind erstmal bis zum 20. Dezember abgesagt. „Wir werden alles dafür tun, bald wieder zusammen Ski fahren zu können. Natürlich müssen wir aber auch vernünftig sein und nicht fahrlässig handeln“, meint Kaderk.

Für die Skischule beispielsweise waren bereits Hygienekonzepte ausgearbeitet. „Der Skisport und das Erlebnis in den Bergen ist einfach zu schön, als dass wir die Saison schon komplett abschreiben wollen“, beteuert der Vorsitzende. Für ihn ist klar: „Egal ob ab Januar, ab Februar, ab März – wir sind froh, wenn es wieder losgehen kann!“

Lesen Sie auch:

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren