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Dinkelscherben

07.11.2019

Spital Dinkelscherben: Plan zur Sanierung liegt auf dem Tisch

Die Schließung des Seniorenwohnheims der Hospitalstiftung Dinkelscherben ist längst vom Tisch, jetzt werden die ersten Schritte zur Sanierung in die Wege geleitetet. 
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Die Schließung des Seniorenwohnheims der Hospitalstiftung Dinkelscherben ist längst vom Tisch, jetzt werden die ersten Schritte zur Sanierung in die Wege geleitetet. 
Bild: Markus Merk

Der Bauantrag für die Einrichtung in Dinkelscherben ist fertig. Doch damit es richtig losgehen kann, ist noch einiges zu tun. Wie der Plan aussieht.

Lange wurde darüber gesprochen, nun ist der Plan zur Sanierung des Dinkelscherber Seniorenheims fertig. Von einer Schließung spricht in der Marktgemeinde schon lange niemand mehr. Doch beschlossene Sache ist die Sanierung dennoch nicht. Zustimmen muss nun unter anderem noch die Gemeinde und der Landkreis.

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Noch vor dem offiziellen Beschluss zur Sanierung ist im Spital damit begonnen worden. Erste Maßnahmen, wie neue Handläufe wurden schnell umgesetzt. Außerdem wurde der Innenhof des Spitals von vielen ehrenamtlichen Helfern neu gepflastert und barrierefrei gestaltet. Im nördlichen Teil des Spitals ist bereits mit den Innenarbeiten begonnen worden. Die 24 Zimmer in dem Anbau aus den frühen 80er Jahren sind entkernt.

So läuft die Sanierung des Dinkelscherber Seniorenheims

Insgesamt geht es darum, die 86 Räume im Seniorenheim barrierefrei und moderner zu gestalten. Vorgesehen sind etwa neue Nasszellen mit größeren Duschen. Außerdem sollen die Türen breiter werden, damit Bewohner in Betten in ihr Zimmer geschoben werden können. Der Plan zur Sanierung lasse sich grob in drei Teile einteilen, erklärt Edgar Kalb, Vorsitzender der Hospitalstiftung und Bürgermeister. Die Entkernung des Anbaus gehört zum ersten Teil. einige Bewohner mussten deshalb in andere Teile des Heims umziehen. Für diesen ersten Bauabschnitt rechnet Kalb mit Kosten von rund einer Million Euro. Je Zimmer seien etwa 35 000 Euro für die Sanierung fällig. Der erste Bauabschnitt soll bis Anfang Oktober kommenden Jahres abgeschlossen sein. Insgesamt geht Kalb von drei bis vier Millionen Euro aus. Zum Vergleich: Die alte Führung des Heims rechnete mit gut neun Millionen Euro. Weil das zu teuer war, sollte das Heim schließen.

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Für den zweiten und dritten Bauabschnitt rechnet Kalb ebenfalls mit Kosten von je einer Million Euro. Die Räume im vorderen Teil des historischen Gebäudes müssten nicht saniert werden, meint Kalb. Hier habe es keine größeren Beanstandungen vonseiten der Heimaufsicht gegeben. Im östlichen Teil des Heims, sieht der Plan einen neuen Eingangsbereich mit großen Fenstern vor. Außerdem ist ein zusätzlicher Bettenaufzug vorgesehen.

Einteilung in drei Bauabschnitte

So weit der Plan. Nun müsse der Baunatrag zunächst vom Verwaltungsausschuss verabschiedet werden. Darin sitzen – nach einigen Personalwechseln – momentan Edgar Kalb als Vorsitzender und Vertreter Dinkelscherbens, der Zusmarshauser Bürgermeister Bernhard Uhl, je ein Vertreter der Zusmarshauser beziehungsweise Dinkelscherber Kirche und ein Abgesandter des Landkreises. Die nächste Sitzung des Verwaltungsausschusses ist am 22. November.

Wird der Bauantrag dort verabschiedet mus die Gemeinde noch ihr Einverständnis geben. Zuletzt wird der Antrag vom Landratsamt geprüft. Dann können Fördergelder beantragt werden. Wie hoch die ausfallen werden, ist aber noch offen.

Woher kommt das Geld für die Sanierung des Spitals?

Finanziert werden soll die Sanierung zu einem großen Teil durch den Verkauf von Grundstücken, die der Hospitalstiftung gehören. Die zweite Säule der Finanzierung seien die liquiden Mittel der Stiftung. Auch sie liegen bei rund einer Million Euro, sagt Kalb. Der restliche Teil der Kosten soll durch einen Kredit finanziert werden. Je nachdem, ob die Stiftung auf die von mehreren Politikern versprochenen Fördergelder zurückgreifen kann, würde sich der Kredit größer oder kleiner gestalten. Zuletzt war die Rede von bis zu 400 000 Euro.

Wie lange die Sanierung insgesamt dauern wird, ist noch völlig offen. Entscheidend dafür sei zum einen die finanziellen Mittel und zum anderen die Bedarfsentwicklung, sagt Kalb. Nach dem ersten Bauabschnitt werde man weitersehen.

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