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Streit muss manchmal sein

Kommentar Von Maximilian Czysz
07.01.2019

Was wäre das Leben ohne Streit? Harmonisch und vielleicht auch langweilig.

Ohne Streit gäbe es jedenfalls keine Hitliste bekannter Nachbarschaftskonflikte. An oberster Stelle steht seit Jahren der Lärm. Zu laute Musik, Geschrei in der Wohnung oder ununterbrochen bellende Hunde: Das geht den meisten Menschen am häufigsten auf den Wecker. Streitursache Nummer zwei sind falsch geparkte Autos.

Potenzial für Streit unter Nachbarn hat auch Schnee, der nicht vom Gehweg geräumt wurde. In dieser Woche dürften die missachteten nachbarschaftliche Pflichten besonders hoch im Kurs stehen – zumindest in Bayern, wo es weiterhin schneit. Aber mehr Schnee ist nicht immer gleichbedeutend mit mehr Streit.

Vielleicht liegt’s an der bayerischen Gemütlichkeit. Oder am sparsamen Umgang mit Gemütsregungen. Statt eines Lobs darf sich jeder im weiß-blauen Freistaat und besonders in Schwaben glücklich schätzen, wenn als Zeichen der Wertschätzung ein echtes und deutlich formuliertes Lob ausbleibt. Denn: „Nix gsagt is globt gnug“. Was so etwas wie ein Naturgesetz zu sein scheint, mag auch als stoische Gelassenheit verstanden werden. Die hilft in der Regel in allen Lebenslagen weiter – auch wenn der Nachbar wieder nicht den Gehweg räumt.

Aus welchen Gründen sich jetzt in Bonstetten ein handfester Streit entwickelt hat lesen Sie hier: Die heiße Wut im kalten Schnee

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