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Nachruf

24.01.2018

Trauer um den „Außenminister“

Peter Dambacher

Peter Dambacher war Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Stadtbergen und Ehrenbürger in Frankreich

18 Jahre lang war Peter Dambacher der Vorsitzende des Partnerschaftvereins Stadtbergen. „Der Partnerschaftsverein war für ihn eine Herzensangelegenheit, in der Rente hat er kaum noch etwas anderes gemacht“, sagt Astrid Flagner. Sie hat das Amt 2011 von ihm übernommen. Jüngst ist Dambacher im Alter von 76 Jahren gestorben.

Als heimlichen „vierten Bürgermeister“ und „Außenminister der Stadt“ bezeichnete ihn Bürgermeister Paulus Metz 2011, als er Dambacher für sein Engagement die goldene Ehrennadel der Stadt verlieh. Bei derselben Veranstaltung machte der Partnerschaftsverein Dambacher zum Ehrenvorsitzeden. Danach habe er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aktiv für den Verein arbeiten können, erinnert sich Flagner. Trotzdem sei Dambacher immer Teil der Gemeinschaft gewesen, habe sich für die Themen des Vereins interessiert und Anteil genommen, soweit es ihm möglich war.

Als Astrid Flagner 2006 als stellvertretende Kassiererin Teil der Vorstandschaft des Partnerschaftvereins wurde, lernte sie Dambacher als dynamischen und sehr engagierten Mann kennen. Er habe die Partnerschaften der Stadt Stadtbergen immer in „alle drei Richtungen“ aufrechterhalten, so Flagner. Er pflegte immer gute Beziehungen nach Olbernhau in Sachsen. Besonders am Herzen lagen ihm aber die deutsch-französischen Jugendbegegnungen.

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Unzählige Male war Dambacher selbst mit Gruppen in Brie-Comte-Robert nicht weit von Versailles in Frankreich. 2011 machte ihn die Partnerstadt zum Dank für seine Verdienste um die Verschwisterung mit Stadtbergen sogar zum Ehrenbürger. Auch für Dambacher sei es eine „Krönung dieser Partnerschaft“ gewesen, als der Partnerschaftsverein 2007 die erste deutsch-französische Hochzeit feiern durfte, die aus der Jugendbegegnung entstanden war, so Flagner.

Auch eine neue Partnerschaft entstand in Dambachers Amtsjahren. Er ist maßgeblich für die Kontakte mit dem italienischen Bagnolo Mella, nahe Brescia, verantwortlich. Dambachers Wirken machte weder an Gemeindegrenzen noch an Staatsgrenzen halt. Das sieht man auch daran, dass zu seiner Beerdigung jeweils fünf Gäste aus Olbernhau und aus Brie-Comte-Robert kommen werden. (karrt)

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