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Interview

18.09.2019

Viele Ideen kommen von Kindern

Siegfried P. Rupprecht liest für Amelie, Claudia Rupprecht und Jannis (von links) aus seinem Buch „Hacke Taifun und seine Halunken“ vor.
Bild: Marcus Merk

Wie Autor Siegfried Rupprecht arbeitet und was ihn inspiriert

Das Schreiben ist für ihn wie eine alte Liebe – die rostet nicht. Selbst dann nicht, wenn die Resonanz mal nicht überwältigend ist: Beim Bücherflohmarkt in der Neusäß waren nur wenige Kinder und Jugendliche zur Lesung von Siegfried P. Rupprecht gekommen. Der Autor aus Langenneufnach berichtete dort über Kommissar Schlau, der in den Stauden drei Halunken jagt. Der Krimi für Kinder ist das jüngste Werk des 67-Jährigen.

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Zur Lesung kamen nur wenige Kinder nach Neusäß. Ist das für einen Autor nicht frustrierend?

Nein, frustrierend war das nicht. Wir hatten eine schöne Wohnzimmer-Atmosphäre, in der man sich wohlfühlen konnte und in der das Lesen auch mit wenigen Kindern Spaß gemacht hat. Es lag auch weniger am Anlass als an den Umständen: Es war bestes Spätsommerwetter, und zeitgleich fanden vor Ort und in der Region noch viele andere Veranstaltungen statt. Übrigens: Resonanzmangel ist sogar eine Herausforderung, nämlich eine gleich gute professionelle Vorstellung abzuliefern, so als ob der Saal brechend voll wäre.

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Ist das Autorendasein eigentlich ein hartes Brot?

Kinderbuchautor ist mit Sicherheit ein harter Job. Man müsste sehr viel erfolgreich veröffentlichen, um damit überhaupt leben zu können. Für mich ist Schreiben ein schönes Hobby, das ich nach vielen Jahren auf professionellere Beine gestellt habe. Ich schreibe mit Herzblut. Das ist wie eine alte Liebe, die nie rostet. Und wenn es mal Kritik gibt, dann stelle ich mich der. Aus Kritik lernt man.

Sie haben als Bankangestellter gearbeitet und sind dann zu Ihrer alten Liebe zurückgekehrt. Warum?

Schon als Jugendlicher habe ich meine Ideen und Gedanken schriftlich festgehalten. Schreiben ist für mich seit jeher mit Begeisterung verbunden. Doch um diese hauptberuflich umzusetzen, hätte ich mein Leben umorganisieren müssen. Schreiben als intensives Hobby – damit war und bin ich keinem Druck ausgesetzt. Das konnte ich parallel zu meinem Beruf ausüben. Meine Rückkehr nach vielen Jahren in den Kinderbuchsektor hat neben dem eigenen Drang auch etwas mit meinen Enkelkindern zu tun, die mich immer wieder nach Geschichten fragten.

Wann kommen Ihnen die besten Einfälle, wenn Sie kreativ schreiben?

Viele Ideen erwachsen aus Alltagsbegebenheiten oder Dingen, mit denen man sich auseinandersetzt. Manchmal ist es nur ein Wort, an dem man hängen bleibt und um das sich dann die Gedanken kreisen. Vieles nehme ich auch aus Begegnungen mit Menschen mit, aber auch von Kindern an. Wichtig ist mir, dass beim Schreiben mehr entsteht, als nur aneinandergereihte Worte. Schön ist dann noch, wenn man darüber hinaus aus der eigenen kindlichen Seele schöpfen kann. Dann kann es durchaus geschehen, dass ich am Anfang noch nicht weiß, wohin mich meine Geschichte führt und wie sie endet. (mcz)

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