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Musik

12.05.2015

Vom Gartenzwerg bis zur Familie Feuerstein

Viel Beifall bekam die Jugendkapelle beim Frühjahrskonzert des Musikvereins in der Schmuttertalhalle.
Bild: Andreas Lode

Beim Frühjahrskonzert des Diedorfer Musikvereins gibt es ein besonderes Jubiläum und zwei Premieren zu hören

Eine musikalische Reise mit launigem Blick zurück in die Anfänge: Das war das Frühjahrskonzert des Musikvereins Diedorf – aber es war eben, wie Robert Bayer, bis vor kurzem Vorsitzender des Vereins, bei der Begrüßung sagte, kein „Standart-Frühjahrskonzert“ in der Schmuttertalhalle. Zum einen sah man es schon an der Dekoration: In großen Lettern prangte über der Bühne die Zahl „40“ und wies auf das Jubiläum der Musiker hin. Außerdem war das Konzert die ganz offizielle Amtsübergabe: Robert Bayer hatte auf der Jahresversammlung im April nach neun Jahren im Amt als Vorsitzender diese Aufgabe an Kerstin Grüber abgegeben, die nun die zahlreichen Gäste begrüßte.

40 Jahre – das war aber bei dem Konzert auch Anlass, einige Mitglieder der Musikkapelle zu würdigen, die tatsächlich über all die Jahre den Verein vorangebracht haben: Robert Bayer, Peter Högg, Ruth und Peter Mayer sowie Erich Miller sind „Wurzeln des Vereins“, lobten Kerstin Grüner und Angela Ehinger vom Allgäu-Schwäbischen Musikbund (Bezirk 15). Auch zwei Uraufführungen erklangen: Die beschwingt-fröhliche „Harmonia Suevica“ stammt aus der Feder Uwe Rachuths und seiner Frau Eva-Maria Heigl: Bei einem Spaziergang auf einem Hallig-Koog war dem Paar die Melodie eingefallen, und daraus wurde ein melodiöser Konzertmarsch.

Mit der Uraufführung von „Praepetumusifektuum“ wurde Georg Miller geehrt, der voriges Jahr sein 25. Dirigentenjubiläum feierte. Das Werk hatte der Musikverein bei Patrick Egge in Auftrag gegeben – und es sollte die quirlige, temperamentvolle Vielfalt des leidenschaftlichen Dirigenten widerspiegeln.

Viel Beifall erhielten Georg Miller und sein Orchester aber auch mit dem Gassenhauser „Adelheid, schenk mir einen Gartenzwerg“. Das Stück hatte die 1975 als dritte Abteilung des örtlichen Gesang- und Theatervereins Diedorf neu formierte Jugendkapelle bei ihrem ersten Auftritt gespielt, erzählte Thomas Mohr. Seit 1991 gab es dann in Diedorf einen eigenen Musikverein. Peter Högg, heute Bürgermeister, war der Vorsitzende. Nicht nur die „großen“ Musiker, auch der Nachwuchs bekam beim Frühjahrskonzert herzlichen Beifall. Markus Meyer-Lischka dirigierte das Schülerorchester und die Jugendkapelle. Die Jungen und Mädchen erklärten charmant ihre Stücke, die zu ihrem Alter passten: „The Flintstones“ und die damit verbundene Familie Fred Feuerstein erinnerten an die Kultserie im Fernsehen.

Den jazzig angehauchten Schlussakkord brachte das junge Schülerorchester gut hin. Ihre Spielfreude zeigten die „Kleinen“ bei der Zugabe „I don´t mean a thing“ von Duke Ellington. Bei „Pacific Dreams“, vorgetragen von der Jugendkapelle, durften die Zuhörer sich an einen Südseestrand versetzt fühlen, bei „Tanz der Vampire“ dann „eine Liebesgeschichte mit Gruselcharakter“ erleben. Xaver Kellner (Tuba) und Laura Kammerer (Querflöte) wurden für die bestandene D2-Bläserprüfung mit dem Bläserabzeichen in Silber ausgezeichnet. (pks)

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