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Neusäß

27.09.2018

Was die neue Pastoralassistentin in Neusäß vor hat

Seit Anfang September ist Kim Reicherter als Pastoralassistentin in Ausbildung im Team der Pfarreiengemeinschaft Neusäß. 

Kim Reicherter unterstützt jetzt die Pfarrei St. Thomas Morus. Ihr liegt die Jugend

Seit Anfang September hat die Pfarreiengemeinschaft Neusäß wieder Unterstützung. Nach dem Weggang von Pastoralassistentin Nadine Steiner hat Pastoralassistentin in Ausbildung Kim Reicherter nun deren Aufgaben übernommen. Nach fünfjährigem Theologiestudium verbringt sie nun ihre Referendarzeit in Neusäß und ist mit ihrer äußerst freundlichen Art durchaus ein Gewinn für alle.

Insbesondere die Grund- und Mittelschüler, die künftig von ihr in Religionslehre unterrichtet werden, werden sich über ihre neue junge und offene Lehrkraft freuen. „Noch habe ich hier keinen Unterricht gehalten“, erklärt Reicherter und ist schon sehr gespannt auf die ersten Stunden. „Schule ist etwas Besonderes“, meint sie. Ihr weiteres Aufgabengebiet in der Pfarrei ist nach der kurzen Zeit ihres Daseins noch nicht ganz geklärt. Doch begleitet vom Team um Pfarrer Wolfgang Kretschmer mit Detlef Glaser und Dagmar Huber-Reißler wird sich schnell herauskristallisieren, für welche Bereiche sie besonders geeignet ist. „Vielleicht etwas mit der Jugend“, überlegt sie.

In der katholischen Seelsorge tätig

Zunächst wird sie den Minitreff kennenlernen, den Nadine Steiner initiiert hat und der einmal samstags im Monat stattfindet. Dafür hat sie sich schon vorgenommen, ein „Escape Game“ anzubieten. „Dabei befinden sich alle Teilnehmer in einem Raum und müssen Rätsel lösen, um diesen verlassen zu können“, erklärt sie. Pastoralassistenten sind als Theologen in der katholischen Seelsorge tätig und können sämtliche seelsorgerischen Dienste übernehmen, die keine höheren Weihen voraussetzen. Sie wirken mit bei Gottesdiensten und halten Predigten, in welchen die Botschaft des Wort Gottes im Vordergrund steht und nah zu den Gläubigen gebracht wird. Eine Aufgabe, für die Reicherter mit ihrem freundlichen und fröhlichen Wesen geradezu prädestiniert scheint.

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Des Weiteren ist die Aufgabe einer Pastoralassistentin an der Schnittstelle zwischen Kirche und Gesellschaft, Ältere und Kranke zu betreuen und zu begleiten. „Ganz arg nett“ sei sie von dem Team der Pfarreiengemeinschaft aufgenommen und willkommen geheißen worden, freut sich die gebürtige Baden-Württembergerin.

Zwei Jahre verbrachte sie in der Nähe von Avignon

Kirchheim/Teck ist ihr Heimatort. Dort ist sie mit zwei Brüdern aufgewachsen. Nach dem Abitur 2012 machte sie ein Soziales Jahr in der katholischen Kinder- und Jugendfürsorge in Ravensburg. Daran schloss sie ihr katholisches Theologiestudium in Augsburg an. Zwei Jahre lang verbrachte sie zudem in der Nähe von Avignon in Frankreich. „Hier lernte ich Kirche in einem anderen Land kennen, einem Land, in dem es keine Kirchensteuer und keine hauptamtlichen Laien gibt“, berichtet sich. Hier sei die Kirche viel ärmer, sie werde aber gefühlt viel überzeugter gelebt. „Die Leute kommen dort gerne in die Kirche“, hat sie erlebt. Sie selbst hat sich in Frankreich äußerst wohl gefühlt. Begeistert ist sie von der schönen Sprache. Aber auch wegen des köstlichen Essens und nicht zuletzt wegen des herrlichen Weins lasse es sich dort schon gut aushalten, meint sie lachend.

Privat ist Kim Reicherter gerne in der Natur. Spazieren gehen und wandern in den Bergen liebt sie sehr. Sie mag aber auch Musik und hört besonders gerne Konzerte. Sie selbst hat Geige gelernt und im Chor gesungen. „Ich probiere derzeit ein bisschen Gitarre und Klavier zu spielen, allerdings nur mit mäßigem Erfolg“, nimmt sie es gelassen. (jkw)

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