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Bürgerversammlung

08.04.2017

Westendorf stoppt den Verkauf von Bauplätzen

Steffen Richter

Weil die Nachfrage zu groß ist, bremst die Gemeinde nun Interessenten aus

Wer bei der Bürgerversammlung in Westendorf war, weiß jetzt ebenso Bescheid über Zahlen und Fakten wie über die Zukunftspläne und Termine in der Gemeinde. Bürgermeister Steffen Richter ging ins Detail und berichtete den rund 70 Bürgern, die zur Versammlung ins Gasthaus Krone gekommen waren, von Straßen- und Kanalarbeiten, von geplanten Feiern und Überlegungen im Gemeinderat.

Die Westendorfer sind wieder mehr geworden: Ein Plus von 35 Personen war im Jahr 2016 zu verzeichnen. Insgesamt wohnen jetzt 1579 Bürger im Gemeindegebiet.

Auch die Finanzen sehen gut aus. Rücklagen von gut 1,8 Millionen Euro stehen Schulden in Höhe von 503250 Euro gegenüber. Eine schnellere Rückzahlung von Krediten ist allerdings nicht möglich, das wäre durch die Vertragslaufzeit teurer als die Einhaltung der vereinbarten Rückzahlungsmodalitäten, so Richter.

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Langwierigen Debatten über die in der Kritik stehende Erweiterung der Biogasanlage im Westendorfer Süden erteilte er allerdings eine Abfuhr. Der Gemeinderat berate öffentlich über das Projekt, das noch ganz am Anfang der Genehmigungsphase stünde. Jederzeit könne der Rat das Verfahren auch abbrechen, sollte sich herausstellen, dass gravierende Nachteile einer Verwirklichung entgegenstünden. Im Zuge der ersten Öffentlichkeitsbeteiligung hatte eine Interessengruppe der Anwohner ihren Einspruch mit 108 Unterschriften eingereicht. Alle Stellungnahmen und Einwendungen würden im Gemeinderat in öffentlicher Sitzung abgewogen, lud Richter ausdrücklich zum Besuch der Sitzungen des Gremiums ein.

Wenig mitbekommen werden die Bürger von der aktuell beginnenden Kanalsanierung. Nach einer Kamerabefahrung der Kanäle war ein Sanierungsplan erstellt worden, der nun Schritt für Schritt bis 2020 umgesetzt werden soll. Es wird keine Arbeiten in offener Bauweise geben und somit auch keine spürbaren Behinderungen.

Im Zuge des Baubooms sind bereits die Hälfte der Plätze im Baugebiet Unterfeld weg, deshalb hat der Gemeinderat einen Verkaufsstopp beschlossen. Man möchte in den nächsten Jahren bei Anfragen aus der Gemeinde noch Bauplätze anbieten können, daher der Beschluss, nicht alle Grundstücke zu verkaufen. An Interessenten mangle es nicht, beschrieb Richter den „verrückten“ Immobilienmarkt.

Einen Masterplan für die künftige Breitbandentwicklung habe man im Kopf. Ein Leerrohrnetzplan soll bei künftigen Bauvorhaben greifen, um die Infrastruktur für das Glasfaserkabel der Zukunft zu schaffen. Mit der weiteren Breitbanderschließung hänge man aktuell fördertechnisch etwas in der Luft, denn die bestehende Versorgung sei zu gut, um Fördermittel abholen zu können. Aus einem Förderprogramm des Bundes stünden zumindest 50000 Euro für Zuschüsse zu Planungskosten zur Verfügung. Dafür sind gut 5000 Euro im Haushalt eingestellt.

Im Schulhof der Grundschule geht nicht mehr viel, wenn es geregnet hat. Dann können die Kinder sich nur im befestigten Bereich aufhalten, denn die Wiese wird dann schnell zu nass und kann nicht mehr betreten werden. Mit neuen Wegen, einer Grünfläche mit Drainage, einem Kletterturm und einem Weidentipi, mit Bolzfläche und Sitzgelegenheiten soll schon bald die Ödnis einem Spiel- und Erlebnisbereich weichen. Im gleichen Zug werden die Lichtschächte der Kellerräume aufgeweitet, damit die dort beheimateten Räume der Mittagsbetreuung freundlicher werden. Einweihung soll noch vor den großen Ferien sein, und Landrat Martin Sailer, der bei einem Besuch im vorigen Jahr eine Spende für die Umgestaltung angekündigt hatte, werde eine Einladung bekommen, so Richter.

Für die große Feier zur Einweihung des Dorfplatzes und des Multifunktionsplatzes am letzten Schultag vor den Sommerferien lud der Bürgermeister schon jetzt alle Bürger ein. Die Musikkapelle und das Zelt für die Feier sind bestellt, und auch Pfarrer Andreas Jall hat den Termin schon im Kalender stehen.

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