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Westendorf

22.08.2018

Westendorfer lässt die Camper-Herzen höher schlagen

Martin Müller fühlt sich in seinem Showroom in Westendorf richtig wohl. Gemütlich geht es in der Campingszene ohnehin zu. Der 54-Jährige sitzt auf einem Luftsofa vor einem Luftzelt. 

Seinen ersten Campingurlaub hat Martin Müller, der Geschäftsführer von camppartner24 in Westendorf, erst vor sechs oder sieben Jahren gemacht. Das Thema Camping hingegen begleitet ihn schon viel länger. Seit mehr als 25 Jahren ist der 54-Jährige im Camping-Bereich aktiv. Und zwar beruflich.

Camppartner ist eine bekannte Größe, wenn es um die IT-Landschaft auf dem Campingplatz geht. Heute managt das Team von Camppartner, das deutschlandweit verstreut sitzt und den Vertrieb, die IT, die Elektrik und die Entwicklung mit fünf Profis besetzt hält, die Buchungen, den Zutritt zum Campingplatz sowie Berechtigungen und Bezahlsysteme.

Da die Campingplatzbetreiber nur über die Wintermonate Zeit und Muße hatten, sich für die Software zu interessieren, kam Müller die Idee, mit camppartner24 das Sommer-Pendant ins Leben zu rufen. Damit wechselte er auch die Zielgruppe – vom Campingplatzbetreiber hin zum Camper.

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Die eigenen vier Wände wurden für den Shop bald zu klein

Vor 14 Jahren war es der erste deutsche Onlineshop im Freizeitbereich mit Zertifikat. Gestartet ist dieses Unternehmen nicht etwa im Gewerbegebiet in Westendorf, dort wo es heute einen großen Showroom hält, sondern im Zuhause des 54-Jährigen. Die eigenen vier Wände wurden für den Shop bald zu klein. So fiel vor acht Jahren die Entscheidung für einen Neubau in der Daimlerstraße in Westendorf.

„Beide Jobs sind heute Fulltime-Jobs“, erklärt Müller. Müsste er sich für einen der beiden Arbeitsbereiche entscheiden, würde es keiner von beiden werden. Vermutlich ginge es für den einstigen Studenten der Energietechnik zurück in die IT-Branche. Doch daran ist nicht zu denken, denn Müller fühlt sich in seinem Showroom rundherum wohl. Er schätzt den Umgang mit den Menschen. Und diese kommen ganz gezielt nach Westendorf, um sich die Ausstellungsstücke anzusehen sowie Tipps und Ratschläge zu bekommen. Doch: „Kommt ein frischgebackener Camper in den Laden, geht dieser beim ersten Besuch mit leeren Händen nach Hause.“ Denn Müller schickt seine Kunden gerne zunächst zum Test-Campen, bevor er sie mit nützlichen Accessoires ausstattet.

Gutes Campinggeschirr ist praktisch und durchdacht

Etwa fünf Prozent des Geschäfts passieren in Westendorf, 95 Prozent über den Shop unter camppartner24.de. Wer ausschließlich online ordert, der verpasst jedoch eine ganze Menge. So lädt Müller in seinem Shop auch zum Testen ein, etwa von Geschirr aus Melamin. Das steht aufgrund der frischen Optik längst nicht mehr nur im Camper, sondern ist auch tagtäglich zu Hause im Einsatz. Der Grund: Gutes Campinggeschirr ist praktisch und durchdacht. So verhindert der Gummiring am Boden, dass die Teller auf dem Tisch herumrutschen oder im Fahrzeug klappern. Alles ist bruchsicher – sogar die Sektgläser und die Rotweinkelche, die erst beim Anfassen erkennen lassen, dass es sich dabei nicht um Glas handeln kann. Töpfe lassen sich – dank Edelstahlboden und faltbarem Kunststoffkorpus – recht klein machen. Das spart Platz im Gepäck und im Zelt.

Aktuell tüftelt der Westendorfer Unternehmer aus, wie der 300 Quadratmeter große Messestand auf Bayerns größter Reise- und Freizeitmesse im Februar 2019 aussehen soll. Sicherlich wird er Luftzelte ausstellen. Anstelle Zeltstangen zusammenzustecken, wird lediglich Luft in die dafür vorgesehenen Kammern geblasen. Größere Zelte und sogar Bus- und Caravanvorzelte stehen so binnen 15 Minuten. Ebenfalls im Trend liegen Luftsofas, die in aufgeblasenem Zustand groß und stabil sind und dennoch klein und schnell verstaut werden können. „Komfort und Gemütlichkeit wird im Campingbereich immer wichtiger“, erklärt Müller.

In seinem Onlineshop gibt es 10500 Artikel. 1500 hat Müller auf Lager, den Rest bezieht er aus dem Großhandel, meist jedoch von Herstellern direkt. Beim Einkauf achtet er auf Qualität – und dafür reist er schon mal nach Italien oder Dänemark, um sich direkt vor Ort von den Produkten ein Bild zu machen. Zum Campen aber geht es für den Profi nur außerhalb der Saison, also an Ostern und im Herbst.

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