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28.07.2017

Wohin mit der Mobilfunkantenne in Täfertingen?

Mit dem Handy telefoniert fast jeder. Doch wo ist ein idealer Standort für die Antennen? Darüber wird in Täfertingen diskutiert.
Bild: Alexander Kaya

Bei einer Informationsveranstaltung tauschten sich Experten und Vertreter der Bürgerinitiative aus

Der von der Telekom in Täfertingen geplante Mobilfunkmast sorgt weiter für Gesprächsstoff und Unruhe im Ort. Um die Bürger aufzuklären, organisierte Bürgermeister Richard Greiner eine Informationsveranstaltung mit einem Vertreter des Mobilfunkunternehmens und des TÜV Süd. Es nahmen Vertreter der Täfertinger Bürgerinitiative gegen die Antenne und des Grünen Ortsverbandes teil.

Wie berichtet, hatte die Telekom die Stadt vor zwei Jahren darüber informiert, dass sie in Täfertingen auf Standortsuche sei. Inzwischen ist sie fündig geworden: Wie bei der Versammlung bestätigt wurde, gibt es einen Vertrag mit einem Hausbesitzer in der Portnerstraße, der das Flachdach seines Gewerbegebäudes zur Verfügung stellt. Die Aussage der Telekom sei klar, so Greiner: Für sie sei dies ein optimaler Standort, und es gelte ein rechtsgültiger Vertrag.

Einigen Täfertingern ist die Antenne ein Dorn im Auge. Sie fragen: Muss der Mast in der Portnerstraße, also im Ortskern, sein? Warum ein Mobilfunkmast in der Nähe von Schulen und Kindergärten? 266 Unterschriften seien inzwischen gesammelt worden, berichtet Renate Dumreicher, eine Anwohnerin, die auch bei der Versammlung dabei war. Die Unterstützer wollten diesen Mast nicht im Ortskern direkt an der Hauptstraße auf einem niedrigen Gebäude haben. „Nicht nur, dass es das Ortsbild der dörflich bäuerlichen Gemeinde verschandelt, es liegt vor allem auch in unmittelbarer Nähe von Schule und Kindergarten.“ Andere Mobilfunkunternehmen könnten ihre Antennen auch außerhalb platzieren.

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Bürgermeister Greiner bat den Vertreter der Telekom bei der Zusammenkunft, dass bis zum September, wenn das Thema im Stadtrat auf der Tagesordnung stehen soll, nichts gebaut wird. Außerdem solle geprüft werden, ob die Telekom die Antenne an diesem Standort mit einer geringeren Leistung ausstatten könnte, als es maximal und laut Gesetz möglich wäre. Greiner betont, dass so eine geringere Sendeleistung alleinige Kulanz der Telekom wäre.

Die Stadt könne einen Mobilfunkstandort nicht verhindern, erklärte der Bürgermeister. Die Kommune selbst habe in Täfertingen nur wenig Flächen als Alternativen anzubieten. Die Idee, die Antenne auf den Kirchturm anzubringen, hält Greiner für „ideal“. Sie sei jedoch von der Kirchenstiftung abgelehnt worden.

Die Masten in Neusäß und bei der Autobahn auf Höhe von Aystetten decken bereits das Gebiet von Täfertingen ab, das Richtung Hammel liegt. Die neue Antenne soll die Mobilfunknutzer Richtung Thaler-Kieswerk und Bärenkeller versorgen.

Von der Telekom war auf eine vor drei Tagen gestellte Anfrage unserer Zeitung bis gestern keine Stellungnahme zu dem Standort in Täfertingen zu bekommen.

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