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Aystetten

10.11.2019

Cosmos geht auf Aufstiegskurs

„Joker“ Dino Tuksar (links) zeigt es nach seinem Treffer zum 2:0 gegen den TV Erkheim an, wohin der Weg des SV Cosmos Aystetten führen soll: Zurück nach oben in die Landesliga. Abwehrchef Benedikt Schmoll und Torjäger Robert Markovic-Mandic, der zum 1:0 traf, gehen diesen Weg mit.
Foto: Oliver Reiser

Nach dem neunten Sieg im Spitzenspiel beträgt Aystettens Vorsprung jetzt satte neun Punkte

Der SV Cosmos Aystetten geht auf Aufstiegskurs. Nach einem 2:0-Sieg im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga Süd gegen den Tabellenzweiten TV Erkheim scheinen die Schützlinge von Trainer Marco Löring auf dem besten Weg zur sofortigen Rückkehr in die Landesliga.

Die Cosmonauten präsentierten sich selbstbewusst, hatten von Anfang viel Ballbesitz, Erkheim stellte sich mit rustikaler Härte, die von Schiedsrichter Tym Skorta nicht geahndet wurde, dagegen. Vielleicht lag’s daran, dass Unparteiische ebenfalls aus dem Allgäu kam und das körperliche Spiel gewöhnt ist. Zunächst hatte Aystettens Torhüter Dzemil Abazi zu tun. Er hielt einen Schuss des ehemaligen Regionalliga-Spielers Fabian Krogler (11.) und war drei Minuten später per Fußabwehr zur Stelle, als Thomas Petrich allein auf ihn zusteuerte.

Nach einer Viertelstunde nahmen die Hausherren den Kampf an. Vor allem Stefan Schnurrer, Maximilian Klotz, Benedikt Schmoll oder Marcel Burda, der im Mittelfeld wie ein Berserker schuftete. Fabian Krug agierte als eine Art Libero und zog in hinterster Linie die Fäden, während Xhevalin Berisha im defensiven Mittelfeld abräumte. So bekam der SV Cosmos das verbissen geführte Geschehen mehr und mehr unter Kontrolle. Zwangsläufig stellten sich auch Chancen ein. Maximilian Heckel versuchte es mit einem Lupfer (20.), Robert Markovic-Mandic näherte sich mit zwei Versuchen (23. und 25.) immer mehr dem Tor der Gäste an. In der 29. Minute war es soweit. Aus gut 20 Meter packte der Aystetter Torjäger einen Sonntagsschuss aus, der zum 1:0 im Winkel des Erkheimer Tores einschlug. Sein 14. Treffer in dieser Saison.

Mit dieser Führung im Rücken war in der zweiten Halbzeit zunächst nur noch der SV Cosmos Aystetten präsent. Markovic-Mandic zielte vorbei (49.), Heckels Schuss wurde von Christian Oswald geblockt (52.), Stefan Schnurrer scheiterte am Torwart (61.). Sieben Minuten später fehlte ihm eine Fußspitze, um nach Doppelpass mit Markovic-Mandic das Spielgerät ins Netz zu bugsieren (68.). Es war allerdings brotlose Kunst, was die Cosmonauten da boten.

Der Drops schien gelutscht, als Schnurrer im Strafraum gefoult wurde. Robert Markovic-Mandic, der die letzten acht Elfmeter sicher verwandelt hatte, scheiterte jedoch mit einem eher schwachen neunten Versuch an Erkheims Torhüter Markus Stetter (77.), der ihm den 15. Saisontreffer verwehrte. Dieser Schreckschuss weckte die Gäste noch einmal auf, die nun die zweite Luft auspackten und Aystetten bei frostigen Temperaturen zum Zittern brachten. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Dino Tuksar. Vier Minuten nach seiner Einwechslung verwertete der „Joker“ die Vorarbeit des unwiderstehlichen Maximilian Drechsler zum 2:0 (85.). Der 23-jährige Kroate hatte in der dritten Minute der Nachspielzeit noch einen weiteren Treffer auf dem Schlappen, Keeper Stetter lenkte das Spielgerät mit einem Reflex über den Querbalken. Doch das störte in diesem Moment niemand mehr. Nach dem neunten Sieg in Folge beträgt der Vorsprung auf Verfolger Erkheim jetzt satte neun Punkte.

SV Cosmos Aystetten: Abazi, Klotz, Berisha, Heckel, Schmoll, Burda (72. Köhler), Kratzer, Krug, Markovic-Mandic (88. Hanselka), Schnurrer, Drechsler.

TV Erkheim: Stetter, Oswald, Jöchle, Neß, Michl, Honold, Petrich (46. Oswald), Wiest (51. Reichenberger), Vogel, Huber (83. Neß), Krogler.

Tore: 1:0 Markovic-Mandic (30.), 2:0 Tuksar (85.). – Schiedsrichter: Tym Skorta (Kempten) - Zuschauer: 165.

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