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09.07.2010

Gesundheit hat absoluten Vorrang

Zwischendurch abkühlen. Das raten Experten den Fußballern (hier Christian Pessinger vom SC Biberbach) bei der momentanen Hitze. Foto: Oliver Reiser
Bild: Oliver Reiser

Landkreis Augsburg Die derzeitige Hitzeperiode ist für den Bayerischen Fußball-Verband Anlass, auf einige wichtige und praktische Tipps für seine Vereine hinzuweisen. Bei den derzeitig stattfindenden Spielen (insbesondere bei Privatspielen im Jugendbereich) werden die Vereine gebeten, besondere Rücksicht auf die derzeitigen klimatischen Verhältnisse zu nehmen.

Geeignete Maßnahmen

Spiele soweit möglich auf Zeiten legen, wo die Belastung durch Sonneneinstrahlung, Temperatur und Ozongehalt möglichst gering ist (Vormittag oder später Abend). Laut dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz sollten bei Ozonwerten von über 180 µg/m³ insbesondere anfällige Personen (Asthmatiker) körperliche Aktivitäten meiden. Zum Vergleich: Derzeit können Werte von 200 µg/m³ und darüber erreicht werden.

Dafür sorgen, dass ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung steht. Die Spieler sollen angehalten werden, ihren großen Flüssigkeitsverlust durch ständiges Trinken von isotonen oder leicht hypotonen Getränken (Fruchtsaftschorle, Isogetränke, Mineralwasser, Tees) auszugleichen. Gerade bei den jüngeren Spielern sind hier Trainer, Betreuer und Schiedsrichter gefordert, dass die Spieler genügend trinken, um den Gefahren einer Hitzeerschöpfung, eines Hitzekollaps oder gar eines Hitzschlags vorzubeugen.

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Sinnvoll kann auch sein, wenn für die Spieler eine geeignete Möglichkeit besteht, dass sie sich immer wieder kurz abkühlen können. Mehrere Behälter mit kühlem Wasser in der Nähe des Spielfeldes (Achtung auf Verletzungsgefahr!) können hier eine wirksame Hilfe gegen Überhitzung darstellen.

Darüber hinaus sollten sich nach Möglichkeit alle nicht am Spiel teilnehmenden Personen an einem schattigen Ort aufhalten.

Die Schiedsrichter werden aufgefordert großzügig damit umzugehen, wenn Spieler während dem Spiel etwas trinken oder sich kurz abkühlen und dazu eventuell das Spielfeld kurz verlassen. In Absprache und Zustimmung mit den Vereinen können vom Schiedsrichter auch zusätzliche Spielpausen gemacht werden (z. B. in jeder Halbzeit zusätzlich eine dreiminütige "Zwangspause" zum Trinken und Erholen).

Gerade in Vorbereitungsspielen ohne Wettbewerbscharakter und insbesondere bei den jüngeren Altersklassen kann es auch sinnvoll sein, dass der Schiedsrichter auch mehr als die vier erlaubten Spieler ein- und auswechseln lässt (natürlich nur, wenn beide Vereine damit einverstanden sind).

Bei großer Hitze sollte auch darüber nachgedacht werden, ob man die normale Spieldauer eines Freundschaftsspieles verkürzt.

Die genannten Punkte sollen anregen, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um das Fußballspielen für die Spieler bei den derzeit vorherrschenden klimatischen Verhältnissen einigermaßen erträglich zu machen. Die Gesundheit der Spieler, insbesondere der Jugendlichen hat absoluten Vorrang, so der BFV. (AL)

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