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30.07.2010

1000 Spezialisten für die Umwelt

Karingard Vangerow-Döhner vom Landesamt für Umwelt demonstrierte Johannes, wie eine Fischtreppe funktioniert. Gestern präsentierte die Behörde sich und ihre Arbeit der Öffentlichkeit. Foto: Ruth Plössel
Bild: Ruth Plössel

In Augsburgs Süden arbeiten über 1000 Umwelt-Spezialisten. Gestern präsentierten die Mitarbeiter des Landesamtes für Umwelt (LfU) ihren etwa 3000 Gästen ihre Arbeit. Beim Tag der offenen Tür drehte sich alles um Wasser, Boden, Luft und Natur. An dem ersten Aktionstag seit 1999 beteiligten sich auch Angestellte aus den Außenstellen, darunter aus Hof und Kulmbach.

"Der Aufwand ist schon enorm. Ich bin sehr stolz auf die etwa 200 Mitarbeiter, die sich aktiv in diese Aktion einbringen", sagte Albert Göttle, Präsident des LfU. Die Aufgaben des Amtes sind vielfältig. Sie reichen von der Überwachung von gesetzlichen Grenzwerten, beispielsweise beim Feinstaub oder Rauchgasen von Industrieanlagen, über Lärm durch Verkehr bis hin zum Schutz bedrohter Tiere. "Der Lärm ist ein Thema, das uns Kopfschmerzen bereitet", erklärte Thomas Henschel, Pressesprecher des LfU. Inzwischen klagten zwei Drittel der Bevölkerung über Lärm, so Henschel. Das massivste Problem sei der Verkehr, der sich in den vergangenen 30 Jahren verdreifacht habe und weiter zunehme.

Für solche Themen will die Behörde die Gäste sensibilisieren. "Wir wollen, dass die Menschen über das Thema nachdenken und sich das Bewusstsein in den Familien und bei den Entscheidern in der Wirtschaft wandelt", so Göttle. Ihm war daher wichtig, das die Themen so aufgearbeitet werden, dass sie auch für Kinder verständlich sind.

Verschiedene Arbeitsbereiche kindgerecht dargestellt

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"Es ist wirklich gut gemacht. Es gibt viele Aktionen, bei denen Kinder mitmachen können", lobt Besucherin Barbara Neudert aus Stadtbergen. Ihr Sohn Johannes versucht derweil, den Plastikfisch ans andere Ende der nachempfundenen Fischtreppe zu balancieren. "Er muss immer Wasser unter dem Bauch haben, damit es funktioniert", erläutert LfU-Expertin Karingard Vangerow-Döhner.

Doch das Amt überwacht nicht nur, es forscht auch. Zum Beispiel nach besseren Müllverbrennungsverfahren oder dem besseren Abbau von Arzneimitteln, die ins Klärwasser gelangt sind. Bei den Untersuchungen kooperiert das LfU unter anderem mit der Universität Augsburg. Auch Veterinärin Julia Schwaiger forscht für das LfU. Seit zehn Jahren untersucht sie, warum es im Voralpenland, beispielsweise in der Iller, ein überdurchschnittliches Sterben von Bachforellen gibt. "Wir konnten die Frage bisher nicht endgültig beantworten, aber es liegt wohl an Viren", sagt sie.

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