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Augsburger Geschichte

08.09.2017

30 Jahre Augsburg-Album

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3 Bilder
Am 7. September 1987 war Premiere für das „Augsburg-Album“. Heute erscheint die 1468. Folge.
Bild: Sammlung Häußler

Eine ungewöhnlich lange stadtgeschichtliche Serie feiert Jubiläum. Der Start war am 8. September 1987.

Als „Augsburg-Album“ startete vor 30 Jahren im „Stadtanzeiger“, der damaligen Dienstag-Beilage der Augsburger Allgemeinen, eine stadtgeschichtliche Veröffentlichungsreihe. Der „Stadtanzeiger“ war ein Vorläufer von „AZ vor Ort“. Die Idee war 1987 ein Bild in einem Rahmen und bis zu 20 Zeilen Text.

Die Bezeichnung „Augsburg-Album“ hat Tradition: 1859 erschien ein „Augsburger Album“ mit 24 Stahlstichen, um 1880 ein „Album für Augsburg“ mit 24 Lithografie-Ansichten. Ein dekorativer roter Einband mit Goldschrift sollte zum Kauf animieren. Als preiswerte Versionen folgten kleinere Alben mit jeweils zwölf Bildern. Eine teure Luxusausgabe war das großformatige, 1886 in München gedruckte „Augsburger Album. Eine Sammlung architektonischer Skizzen und Aufnahmen“ mit 59 Tafeln. Private Fotoalben mit Augsburg-Motiven wurden ab den 1850er Jahren angelegt, ab 1890 lösten sie Postkartenalben ab.

Positives Echo

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Heute erscheint die 1468 Ausgabe des „Augsburg-Albums“. „Premiere“ der Serie war am Dienstag, 8. September 1987. Das „Augsburg-Album“ in der Augsburger Allgemeinen erschien anfangs in unregelmäßigen Abständen, seit 1990 jede Woche. Das positive Echo aus Leserkreisen und der Wunsch nach mehr Information führte zu längeren Texten und mehr Bildern. Zum 100. Augsburg-Album am 16. März 1991 wurde die Reihe als „Momentaufnahmen der Stadtgeschichte“ bezeichnet. Die Resonanz sei so groß, „dass auch künftig dieses Element im Stadtanzeiger seinen festen Platz haben wird“.

AZ vor Ort statt Stadtanzeiger

Am 22. März 2001 löste „AZ vor Ort“ den „Stadtanzeiger“ ab. Das „Augsburg-Album“ bekam darin einen festen Platz. „AZ vor Ort“ ist entschieden umfangreicher. Das „Augsburg-Album“ konnte nicht nur ausgeweitet, sondern noch attraktiver gestaltet werden: „AZ vor Ort“ wurde bunt! Das erste historische farbige Foto war eine frühe Aufnahme des Stadttheaters im Sepiaton, so wie alte Originalaufnahmen heute aussehen.

Der Farbdruck bedeutete eine enorme Bereicherung für das „Augsburg-Album“. Es konnte nun mit bunten Lithografien, kolorierten Stichen und Farbfotos illustriert werden! Ausschnitte aus historischen Stadtplänen sind in Farbe ungeheuer wirkungsvoll. Bereits unsere Vorfahren liebten bunte Bilder: Augsburg ist seit vielen Jahrhunderten mittels farbiger Bilder überliefert. Zwischen 1795 und 1840 erschienen umfangreiche Serien kleinformatiger kolorierter Umrissradierungen. Auch sie wurden zu Alben gebunden. Sie dokumentieren Bauwerke und das Leben in Augsburg und Umgebung in vorfotografischer Zeit. Zahlreiche „Album“-Geschichten konnten mit diesen Bildchen illustriert werden.

Mit der Erfindung der Fotografie (1839) verschwand zwar für Jahrzehnte die Buntheit im Bild, dafür sind die frühen Fotos ungemein detailreich. Sie bilden die bevorzugte historische Bildergrundlage im „Augsburg-Album“. Frühe Fotopostkarten wurden oftmals koloriert, Lithografie-Postkarten waren eh farbig. Sie sind dank heutiger Reproduktions- und Drucktechniken sehr anschaulich in der Zeitung wiederzugeben.

Die Bilder und Texte des „Augsburg-Albums“ hatten relativ rasch Folgen: 1990 erschien das Buch „Augsburg-Album“, 1993 der Fortsetzungsband „Augsburg 1930-1955“. Aus speziellen Themenserien wurden weitere Bücher. 36 Fortsetzungen hatte „Augsburg - Eine Stadt der Märkte“. 1998 erschienen sie als 288-Seiten-Band „Marktstadt Augsburg“. Von den weiteren Büchern des „Album“-Autors profitierten stets die Zeitungsleser: Sie bekamen Auszüge daraus ins Haus geliefert!

14 Folgen Eingemeindung 

21 „Album“-Geschichten zu Augsburgs Luftfahrt-Geschichte ergaben 2010 das Buch „Luftfahrtstadt Augsburg“. Die Vergangenheit des kleinsten Stadtteils Siebenbrunn wurde zum 100-Jahr-Jubiläum der Eingemeindung in 14 Folgen im „Augsburg-Album“ aufbereitet. Die Serie bildete die Grundlage für das Buch „Siebenbrunn – Augsburgs wasserreicher Stadtteil“. Diese Doppelverwendung setzte sich fort. „125 Jahre Stadtgarten“ waren Anfang 2012 in 15 „Album“-Geschichten gepackt. Sie sind in dem reich illustrierten Buch „Augsburgs grüne Insel“ zusammengefasst.

Augsburgs Wassergeschichte in allen Facetten – vom Trinkwasser über die Flößerei bis zur Nutzung der Wasserkräfte – war im „Augsburg-Album“ in den vergangenen 30 Jahren oftmals Thema. Die Berichte erschienen viele Jahre vor der „Initialzündung“ zur Bewerbung für die Anerkennung von Augsburgs historischer Wasserwirtschaft als Welterbe durch die UNESCO. Aus den umfangreichen Recherchen floss manches in Bücher ein, die den Bewerbungsprozess unterstützen.

Komplett archiviert

Viele Leser outeten sich als „Album-Fans“ und als Archivierer der gesamten Serie oder bestimmter Themenbereiche. Das Stadtarchiv hat die gesamte Serie archiviert und durch ein Suchverzeichnis erschlossen. Zahlreiche Beiträge sind im Internet unter www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-album digitalisiert nachzulesen.

Bei uns im Internet

Frühere Folgen des Augsburg-Albums finden Sie unter

www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-album

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