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Augsburg

07.02.2018

Anstelle der Baywa entstehen „Die Höfe“

Nur noch ein Gerippe war das Baywa-Gebäude in Lechhausen, nachdem ihm in der vergangenen Woche mit der Abrissbirne zu Leibe gerückt wurde. Das Gelände soll weiterhin gewerblich genutzt werden, wenn die Solidas GmbH an selbiger Stelle „Die Höfe“ errichtet hat.
Bild: Michael Hochgemuth

Was sich im Gewerbequartier Lechhausen-Nord tut. Wer das Gebietsmanagement übernimmt, soll sich bis März entscheiden. Der Bund fördert ein experimentelles Projekt auch in Augsburg.

Die „Vielfalt“ ist laut Karl Bayerle, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, die Stärke des Gewerbequartiers Lechhausen-Nord. Nach Abbruch des allseits bekannten Baywa-Gebäudes an der Steinernen Furt plant die Solidas GmbH an selbiger Stelle „Die Höfe“. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Gewerbehof, bestehend aus 39 Hallen. Den Bedarf bei potenziellen Mietern hält Geschäftsführer Ünal Bakir für groß. Das Interesse werde die Kragler Immobilien GmbH bündeln. Derzeit wartet der künftige Bauherr auf die Baugenehmigung der Stadt.

Wie Karl Bayerle und Standortberaterin Alexandra Räder sagen, umfasst das mittelständisch orientierte Projektgebiet aktuell schon 500 Unternehmen. Angrenzend an das Gewerbe-Quartier Lechhausen- Nord und den Augsburg Umweltpark sei auch südlich der Derchinger Straße eine Erweiterung geplant. Die Pläne gehen nach Information aus dem Amt für Wirtschaftsförderung im März in den Bauausschuss, im April in den Wirtschaftsförderausschuss. Alle drei Bereiche gehören zu „ExWoSt“, einem experimentellen Projekt für Wohnungs- und Städtebau, das Augsburg nach dem Zuschlag des Bundes bis zum Jahresende Fördergelder in Höhe von 150000 Euro sichert. Insgesamt erhalten acht weitere Städte den gleichen Betrag.

Weiter gemischt genutzt

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Das Entwicklungskonzept für das Gewerbequartier Lechhausen-Nord ist seit November vergangenen Jahres beschlossene Sache. Der Schwerpunkt liege nicht auf Wohnungsbau, sondern auf einer gemischten Nutzung. Großer Wert wird laut Bayerle auf ein Gebietsmanagement gelegt, das gewissermaßen als Mittler zwischen Unternehmen und Verwaltung agiert. Die Ausschreibung sei bereits erfolgt, heißt es. Wer unter den drei verbliebenen Bewerbern das Rennen macht, werde voraussichtlich im März bekannt gegeben.

An der Entwicklung des Lechhauser Nordens sind laut Bayerle und Räder alle Bereiche der Verwaltung beteiligt – das Stadtplanungsamt, die Stadtentwicklung, die Wirtschaftsförderung und das Grünamt mit dem Projekt „Stadtgrün wertschätzen“ unter Leitung von Birgitt Kopp. Fest steht, dass es in Zukunft gewerblich ausgerichtet bleiben soll. Auch die Stadtwerke seien eingebunden gewesen, nachdem es wegen der Erreichbarkeit skeptische Meldungen gab. Laut Alexandra Räder habe sich bei einer Befragung zum Nahverkehr jedoch herausgestellt, dass kein Änderungsbedarf bestehe. Entsprechend gewonnen habe jedoch das Angebot für die Beschäftigten in den Mittagspausen. So habe sich die Bäckerei Balletshofer im Gebäudekomplex der Firma Riega an der Bürgermeister-Wegele-Straße niedergelassen und an der Aindlinger Straße sei nun Ihle Baker’s präsent. Zufriedenstellend entwickelt sich laut Karl Bayerle die Breitband-Infrastruktur. Ganz Augsburg, sagt er, sei mittlerweile „gut versorgt“.

39 kleinere Einheiten

„Die Höfe“ der Solidas GmbH sollen vor allem den Bedarf an kleineren Gewerbe-Einheiten decken helfen. 37 Einheiten sind demnach 200 Quadratmeter groß, zwei umfassen 265 Quadratmeter. Geschäftsführer Ünal Bakir begründet seine Entscheidung damit, dass ähnlich wie auf dem Wohnungsmarkt die Bedingungen für Kleinbetriebe konstant schlecht sind, kleinere Gewerbeflächen anzumieten. Flächen ab einer Größe von 2000 Quadratmetern stünden zur Verfügung, alles was kleiner sei als 500 Quadratmeter, sei schwer zu bekommen.

Kleinteilige Gewerbe-Einheiten sind nach Überzeugung Ünal Bakirs „wie ein Sechser im Lotto“. Deshalb wollen er und sein Kompagnon ein zukunftssicheres, kapitalorientiertes System schaffen, um für einzelne Handwerksbetriebe unter dem Dach eines Handwerkerhofes in Augsburg verschiedene Lager- und Produktionsräume zur Miete zur Verfügung zu stellen. Die Unternehmen könnten dadurch flexibler agieren, sich neuen Herausforderungen auf dem Markt stellen und ihre Wettbewerbsfähigkeit entsprechend erhöhen.

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