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Auch Fußgänger dürfen im Straßenverkehr Ansprüche erheben

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Kommentar Von Stefan Krog
26.08.2019

Dass Fußgänger sich auf Gehwegen in der Stadt teils nicht mehr wohlfühlen, ist kein gutes Zeichen. Auch Fußgänger dürfen im Verkehr Ansprüche erheben.

Der Notstand ist für Fußgänger in Augsburg sicher nicht ausgebrochen. Man kommt als Fußgänger an jeden Ort der Stadt, weil so gut wie jede Straße einen Gehsteig hat. Das ist ein Vorteil der europäischen Städte, die die Belange der Fußgänger immer einigermaßen im Auge behielten. Der Mensch statt das Auto erfährt als Maßstab des Städtebaus gerade eine Renaissance – wo Fußgänger sind, ist Leben und Urbanität.

Fußgänger nehmen in Augsburg keine dominierende Rolle ein

Es ist nicht realistisch, dass Fußgänger im städtischen Verkehr einmal eine dominierende Rolle einnehmen, was die zurückgelegten Kilometer angeht. Zu langsam ist man auf diesem Wege im Vergleich zu anderen Fortbewegungsmittel, sobald es um größere Distanzen geht.

Doch dass Fußgänger bei der Zahl der zurückgelegten Wege in Augsburg gleich hinter dem Auto und noch vor Fahrrad und öffentlichem Verkehr kommen, zeigt, dass die natürlichste Art der Fortbewegung ihre Anhänger hat. Wer zu Fuß geht, trifft Menschen und erlebt seine Umgebung genauer als im Vorbeifahren.

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Fußgänger sind nicht einfach nur da, sondern sie sind eine Verkehrsgruppe, die Ansprüche erheben darf, genauso wie Radler, Autofahrer und Fahrgäste von Bus und Tram. Dass Fußgänger sich auf Gehwegen teils nicht mehr wohlfühlen, ist kein gutes Zeichen. Die Stadt hatte zuletzt im Internet Verkehrsteilnehmer befragt, welche Wünsche sie an andere Verkehrsteilnehmer haben. Man darf gespannt sein auf die Ergebnisse – und welche Schlüsse die Stadt für ihre geplante Miteinander-Kampagne im Straßenverkehr daraus zieht.

Lesen Sie dazu den Artikel: Kampf um den Gehweg: Auf Augsburgs Straßen wird es immer enger

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