Newsticker
Selenskyj bezeichnet Situation im Donbass als "Hölle"
  1. Startseite
  2. Augsburg
  3. Augsburg: Hundehalter wehren sich gegen Leinenpflicht im Stadtwald - mit Erfolg

Augsburg
16.07.2019

Hundehalter wehren sich gegen Leinenpflicht im Stadtwald - mit Erfolg

Für Hunde wird es keine neue Freilauffläche der Stadt und bis auf Weiteres auch keine Leinenpflicht im Augsburger Stadtwald geben. Für die Pläne der Umweltverwaltung gab es keine Mehrheit.
Foto: Charly Höpfl

Eine Leinenpflicht im Augsburger Stadtwald? Viele Hundehalter reagierten empört und wehrten sich gegen den Vorstoß. Dieser Protest war erfolgreich.

Augsburgs Stadträte wurden von E-Mails empörter Hundehalter regelrecht überschwemmt. Die Sitzung des Umweltausschusses war am Montag überfüllt von Besuchern, die daheim einen Hund haben. Anlass waren die Pläne von Umweltreferent Reiner Erben (Grüne), in zwei Jahren eine Leinenpflicht für Hunde im Naturschutzgebiet Stadtwald zu prüfen. Die Protestwelle gegen einen „Leinenzwang“ zeigte nun aber Wirkung.

Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnenten vorbehalten. Ihre Browser-Einstellungen verhindern leider, dass wir an dieser Stelle einen Hinweis auf unser Abo-Angebot ausspielen. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser PLUS+ Angebot testen. Wenn Sie bereits PLUS+ Abonnent sind, .

Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnenten vorbehalten. Ihre Browser-Einstellungen verhindern leider, dass wir an dieser Stelle einen Hinweis auf unser Abo-Angebot ausspielen. Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser PLUS+ Angebot testen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

22.08.2019

Leider ist vielen Augsburgern nicht bekannt, dass der Augsburger Satdtwald das größte Naturschutzgebiet Schwabens handelt.
https://www.augsburg.de/fileadmin/user_upload/umwelt_soziales/umwelt/naturschutz/schutzgebiete_biotope/download/natur-undlandschaftsschutzgebiet/nsg_vo_stadtwald_augsburg.pdf
Mit allen Pflichten und Rechten, Leinenpflicht gehört hier leider dazu!
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Naturschutzgebiete_in_Schwaben_(Bayern)
Ob der Hundefreund durch die Liebe zu seinem Hund, automatisch ein Naturschützer ist bleibt fraglich.

Permalink
17.07.2019

Unser Hund hätte sich über eine große Freilauffläche zum Tollen und Spielen sehr gefreut. Andernorts finden sich solche Freilaufflächen guten Anklang. Zu schade, wenn sie jetzt nicht käme.

Permalink
17.07.2019

Es ist schon komisch, wie schnell der Stadtrat einknickt, wenn sich ein paar Hundehalter zusammentun. Anscheinend einzig der parteilose Stadtrat Süßmair traut es sich eine Kontrolle zu fordern.
Meine Erlebnisse mit Hunden im Stadtwald sprechen eine andere Sprache. Wenn Hunde auf jemanden zulaufen bekommt man in den allermeisten Fällen zu hören, dass er nichts macht. Ein Hundetrainer hat mal geschrieben, dass dann der Hund nicht das macht was das Herrchen / das Frauchen will.
Und so etwas wie Hundetraining haben sowieso die wenigsten Hundehalter absolviert, obwohl das sinnvoll wäre.
Dafür schmeisst man die Kotbeutel in der Gegend rum, Abfallkübel stehen ja nur zum Spaß rum.
Kontrollen wären also auch ohne eine Leinenpflicht geboten, aber natürlich nur, wenn sich nicht ein paar Hundehalter darüber aufregen.

Permalink
17.07.2019

Leider ist die Debatte (auf allen Seiten wohlgemerkt) von Unsachlichkeiten geprägt. Immer wieder tendenziöse Formulierungen wie "ein paar Hundehalter" (ein paar Tausend trifft es wohl besser), "in den allermeisten Fällen" (wirklich?) oder die "wenigsten Hundehalter" (naja). Die andere Fraktion schreibt gerne von "ein paar Hundegegner" usw. Das bringt doch nichts, zieht sich aber überall durch.

Ich bin von herumfliegenden Kotbeuteln genauso wenig begeistert wie von dem ganzen anderen (Plastik-) Müll, den man im Stadtwald - genauso wie überall sonst - antrifft. Ordnungsgelder für solche Vermüllung verhängen? Gerne! Hat nur eben wenig mit Hunden zu tun, sondern mit dem Problem Mensch.

Permalink
22.08.2019

Vielen Dank für Ihre Kommentar:
Ich sehe es genau so. Leider gibt es zwar Gebote und Verbote, aber keine Kontrollen und Starfen.
Viele Verordnungen sind ohne Kontrollen nur Absichtserklärungen ohne Wirkung.

Permalink
16.07.2019

… und interessant auch, dass es ausgerechnet die Grünen zu sein scheinen, die hier Zäune aufstellen wollen und mit Verboten liebäugeln. Ich merke mir das mal bis zur nächsten Wahl. Oder habe ich da etwas falsch verstanden, dann bitte ich um Aufklärung!?

Permalink
16.07.2019

Merkwürdig, die CSU ist doch sonst immer für law and order...

Könnte man einmal statistische Zahlen erheben? Z.B. an zwei Sommer-Wochenenden an den Zugangswegen zählen, wie viele (große) Hunde ohne Leine das Stadtwald-Areal betreten? Meine Vermutung als Freizeit-Radler ist, dass das Problem nicht so klein ist wie teils dargestellt.

Permalink
16.07.2019

Der Stadtwald ist doch groß, Herr Anan. Und darüber hinaus in weiten Teilen sogar eingezäunt. Da er außerdem stark frequentiert wird, glaube ich nicht, dass sich die Wildtiere in der Nähe der Wege aufhalten. Das tun sie allenfalls in den frühen Morgenstunden und da wird ohnehin keiner eine Leinenpflicht kontrollieren können. Höchstens der Jäger (gibt es solche im Siebentischwald? Aber ich glaube, ich habe noch nie einen gesehen und ebensowenig einen Hochsitz).

Außerdem - man sollte diesen Gedanken ruhig zulassen, sind auch Hunde Tiere und damit 'Natur'. Katzen lässt man frei laufen, obwohl diese auch Vögel und Mäuse fangen. Ein Fuchs sorgt sich auch nicht darum, dass seine Beute im Naturschutzgebiet besondere Ruhe beanspruchen darf. Ich halte die Maßnahme Leinenpflicht aus den genannten Gründen für überzogen.

Gleichwohl sind mir diejenigen von den Hundelhaltern angenehmer, die ihren Hund per Kommando ablegen lassen oder zumindest erfolgreich bei Fuß rufen, wenn man ihnen joggend oder mit dem Rad begegnet als die, die zu faul sind, sich um das Benehmen ihres Tieres zu kümmern und die es nichts anzugehen scheint, wenn es einen anspringt oder kräftig anbellt etc. pp.

Permalink
16.07.2019

Alles richtig, Maja S.
Allerdings gibt es auch nicht wenige Radler, die in hohem Tempo die als Gehweg gekennzeichneten Strecken befahren und/oder nicht in ausreichendem Abstand (von hinten) auf sich aufmerksam machen, so dass man überhaupt reagieren kann, und durch diesen Starrsinn Mensch und Hund in Gefahr bringen und auch die Bremse nicht kennen, wohl weil sie das Recht des Stärkeren/Schnelleren für sich geltend machen. Sünder auf allen Seiten.

Permalink
17.07.2019

Dazu kommt. dass die Hundebesitzer/innen insbesondere im nördlichen Teil des Stadtwalds unterwegs sind. Und ja, sie jagen auch. EIne Hundebesitzerin sagte mir, ja ihr Hundhabe auch einen Jagdtrieb, aber das sie nicht so schlimm, denn er würde eh nichts fangen. Ich sehe das anders und wir führen unseren Jagdhund (Herkunft Mailänder Tierheim) an der Leine. Ich würde mich über einen Freilaufplatz freuen.

Permalink