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Spahn: Schnell- und Selbsttests könnten helfen, Veranstaltungen zu ermöglichen
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Wirtschaft

18.01.2019

Augsburg will nicht nur mit der Eisbahn punkten

Eis am Kö: Zum Jahreswechsel gab es die Premiere dieser Veranstaltung, die von der Gesellschaft Augsburg Marketing organisiert wurde.
Bild: Annette Zoepf

Die neue Stadtmarketing-Abteilung setzt da an, wo die frühere City Initiative aufgehört hat. Bei den Projekten, die nun vorangetrieben werden sollen, rückt die Kultur stärker ins Bewusstsein

Das jüngste Projekt war eine kalte Angelegenheit. Zum Jahreswechsel gab’s am Königsplatz eine Eisbahn. Mehr als 10000 Besucher, die Eintritt zahlten, nahmen das dreiwöchige Angebot an. Veranstalter war Augsburg Marketing, deren Aufgabe es ist, die Innenstadt zu beleben. Publikumsstarke Veranstaltungen gehören dazu. Darüber hinaus sind es Aktivitäten, die sich unter anderem im Netz widerspiegeln.

Ein Onlineauftritt auf der Seite www.augsburg-city.de bietet Informationen, wo es in Augsburg etwas zu erleben gibt, weist auf Geschäfte hin und zeigt das gastronomische Angebot auf. In der Regel sind es im geschäftlichen Bereich Partnerunternehmen von Augsburg Marketing. Vielen Augsburgern dürfte die frühere Bezeichnung City Initiative Augsburg (CIA) noch geläufiger sein, die nun in der neuen Gesellschaft aufgegangen ist. Es war eine Verschmelzung mit dem Stadtmarketing, das zuvor in Händen der Stadt Augsburg gelegen hat.

Gemeinsam als Augsburg-Marketing-Team wurden bewährte Veranstaltungen und Projekte in der Innenstadt übernommen und fortgeführt. Gleichzeitig hat Augsburg Marketing zusätzliche Ideen, Konzepte und Events umgesetzt. Dies sagen Ekkehard Schmölz, Leiter von Augsburg Marketing, und Citymanager Heinz Stinglwagner, die das Führungsduo der Marketing- Gesellschaft bilden.

Was ist aber nun so anders als unter der früheren CIA? Die Augsburger Sommernächte als Stadtfest, der Straßenkünstlerwettbewerb La Strada und das Turamichele-Fest haben in ihrer Ausrichtung keine gravierenden Änderungen erfahren. „Stimmt so aber nicht ganz“, sagt Schmölz. Beim Stadtfest gab es die Premiere eines kostenlosen Klassikkonzerts vor der Kirche St. Ulrich, was bei Besuchern sehr gut angekommen sei. Es gehe bei manchen Dingen nicht darum, das große Rad zu drehen, sondern auch darum, Details zu verändern. Es gebe Projekte, die sich Augsburg Marketing dagegen auf die eigenen Fahnen heften könne, sagt Schmölz: „Sitzmöbel am Elias-Holl-Platz haben zur Aufwertung des öffentlichen Raumes beigetragen. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Stadt wurde das Designkaufhaus ‚Zwischenzeit‘ in der Annastraße eröffnet.“ Mit den Stadtwerken zusammen sei zudem das kostenlose Augsburg-City-WLAN als weiteres Serviceangebot für die Innenstadtbesucher geschaffen worden.

In diesem Jahr wird das Aufgabenfeld der Marketing-Abteilung zudem erweitert. Die Kultur wird bei der Vermarktung eine stärkere Rolle einnehmen. Es gibt eine neue Kulturmarketingstelle. Die Stelle war ausgeschrieben. Eine Person, die die Aufgaben künftig wahrnehmen soll, ist gefunden. „Wir liegen hier in den letzten Zügen“, sagt Schmölz. Mit dem jetzigen Arbeitgeber sei noch nicht alles geklärt. Schmölz geht davon aus, dass die Stelle ab 1. Mai besetzt werde. Unter Kulturmarketing sei zu verstehen, dass man das breite kulturelle Leben bündeln wolle und dafür dann im Gesamten werben wolle: „Wir sind dabei nicht die Pressestelle einzelner Feste.“ Ein Ansatz sei zudem, die Kultur mit anderen Angeboten enger zu verzahnen. „Denkbar wäre zum Beispiel, dass es ausgewählte Kulturveranstaltungen in mehreren Lokalen gibt, die wir bewerben“, sagt Schmölz.

Stinglwagner sagt, dass gegenwärtig keine großen Veranstaltungen seitens von Augsburg Marketing neu geplant seien. Man wolle sich vielmehr auf das bestehende Angebot konzentrieren, wobei im Hinterkopf natürlich immer die Unesco-Welterbe-Bewerbung verankert sei. Darauf sei man bei Augsburg Marketing eingestellt. „Wir werden also nicht überrascht sein, wenn Augsburg mit seiner historischen Wasserwirtschaft zum Zug kommt“, sagt Stinglwagner.

Bei der Aktion „Eis am Kö“ könnte sich der Kreis dann wieder schließen. Noch sei die Premierenveranstaltung nicht abgerechnet, sagt Stinglwagner. Man habe aber viele positive Rückmeldungen bekommen, auch von den Sponsoren. Insofern sei davon auszugehen, dass es zum Jahresende dann auch wieder eine Neuauflage der Eisbahn geben werde. Denn gerade mit solchen Veranstaltungen könne Augsburg punkten, sagen Schmölz und Stinglwagner.

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