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Augsburg

10.12.2020

Augsburger Maschinenbauer erhält Preis für Innovation im 3D-Druck

Die Geschäftsführer von Solukon, Andreas Hartmann (links) und Dominik Schmid sind stolz auf die Auszeichnung mit dem Bayerischen Innovationspreis 2020.
Bild: Solukon

Plus Der 3D-Druck ist ein wichtiges Zukunftsfeld der Industrie. Ein Augsburger Maschinenbauer hat dieses Verfahren verbessert und damit den Innovationspreis Bayern gewonnen.

Innovationen "Made in Augsburg" gibt es immer wieder - jetzt auch vom Augsburger Maschinenbauer Solukon. Das Unternehmen mit Sitz in Lechhausen erhielt den Innovationspreis Bayern in der Kategorie "Unternehmen unter 50 Mitarbeiter" für die Entwicklung eines Systems zur automatisierten Pulverentfernung von 3D-Druckteilen. Klingt komplizierter als es ist, findet der Technische Leiter und Mitgründer von Solukon, Andreas Hartmann.

Augsburg: Solukon automatisiert Reinigung von 3D-Druck-Bauteilen

"Im pulverbasierten 3D-Druck sind Bauteile nach dem Bauprozess voll mit Pulverrückständen und mussten bislang händisch gereinigt werden. Bei zunehmend komplexeren Bauteilen und serieller Herstellung ist das aber nicht mehr möglich." Solukon hat das Entpulvern daher automatisiert. Hierfür wird das Bauteil in eine Kabine gesetzt und durch programmierbares dreidimensionales Schwenken und Vibration wird dafür gesorgt, dass das Pulver aus allen Kanälen auslaufen kann.

Sollte ein innerer Kanal - wie bei einem Wärmetauscher - wie ein Labyrinth sein, könne man das Bauteil exakt entlang dieses Labyrinths abfahren, sodass auch diese Elemente gereinigt werden, so Hartmann. Diese Methode sei nicht nur um ein Vielfaches schneller, sondern senke auch das Gesundheitsrisiko durch Feinstaub sowie die Explosionsgefahr einiger Materialien deutlich. "Die Verleihung des Innovationspreises ist für uns eine große Anerkennung", freut sich Hartmann. Solukon wurde 2015 gegründet und beschäftigt zehn Mitarbeiter.

Innovationskraft in Schwaben steigt

Der Innovationspreis Bayern wird alle zwei Jahre verliehen und ist eine Initiative des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, des Industrie- und Handelskammertags sowie der bayerischen Handwerkskammern. In diesem Jahr hatten sich 190 Unternehmen aus ganz Bayern in verschiedenen Kategorien um die Auszeichnung beworben. Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben lobt das Engagement von Solukon in einem absoluten Zukunftsfeld wie der additiven Fertigung. Generell habe Bayerisch-Schwaben in Sachen Innovationskraft in den vergangenen zehn Jahren stark zugelegt. Die Zahl der Beschäftigten im Bereich Forschung und Entwicklung habe sich seit 2009 beinahe verdoppelt.

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