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Augsburg

16.11.2017

Bäckerei Wolf will noch nachfeiern

Die Verkäuferin des ehemaligen Tengelmann-Areals war vom Konzept der Bäckerei Wolf überzeugt. Sie wollte, dass im Stadtteil Hochzoll-Nord an der Zugspitzstraße wieder ein Treffpunkt für die Bevölkerung entsteht. Die Pläne, so ihre Bedingung, müssen 1:1 umgesetzt werden. Das ist jetzt geschehen. 
Bild: Annette Zoepf

Große Anspannung vor Eröffnung der Filiale in der Zugspitzstraße. Ein besonderes Konzept stellte für die Baufirmen eine Herausforderung dar. Zwölf Wohnungen über Geschäft und Tiefgarage

Die „hängenden Gärten“ der Immobilie waren laut Stefan Wolf, Geschäftsführer der gleichnamigen Bäckerei, eine echte statische Herausforderung. Gemeint sind die Balkone des neuen Hochzoller Gebäudes, in dem zwölf Wohnungen mit der 31. Filiale vereint wurden. Es handelt sich laut Wolf um den Standort des Unternehmens, der vergangene Woche unter Anspannung eröffnet, von der Bevölkerung „unglaublich herzlich“ aufgenommen wurde. Das sei selten in diesem Maße spürbar.

„Den gesetzten Zeitplan haben wir nicht ganz geschafft“, sagt Wolf, der jedoch betont, dass er auch „nicht oberste Priorität“ gehabt habe. Grund sei, dass viele Details an dem neuen Haus von den Standards abweichen. Nach seinem Favoriten unter den Filialen gefragt, sagt der Geschäftsführer, dass der erste Meilenstein in der Meraner Straße in Lechhausen gesetzt wurde. Die individuelle, der Umgebung angepasste Gestaltung, spiegle sich auch im Standort beim Textilmuseum (tim) wieder, wo viel Stoff integriert wurde. Im neuesten Geschäft wurde rauer Beton mit Holz kombiniert, weil nach Meinung Wolfs Backwaren und Holz einfach gut zusammenpassen.

Verlässliche Teamarbeit

Stefan Wolf, der sich neben dem Bäckerhandwerk immer schon für Innenarchitektur interessierte, teilt sich mit seinem jüngeren Bruder Alexander Wolf die Geschäftsführung. Während der eine für die Waren verantwortlich zeichnet, ist der andere für das äußere Erscheinungsbild des Unternehmens zuständig. Beide stimmen sich ab, können sich bei der Ausführung des jeweils anderen Bereichs laut Stefan Wolf 100-prozentig aufeinander verlassen. Klar sei von Anfang an gewesen, dass an der Zugspitzstraße das frühere Tengelmann-Gebäude abgerissen werden muss, um das Areal neu zu überplanen. Letztlich sei es jedoch die Verkäuferin des Grundstückes gewesen, die vom Wolfschen Konzept überzeugt war. Denn sie gab dem Augsburger Backbetrieb vor einem Mitbewerber den Vorzug, obwohl der Kaufvertrag fast unterschrieben war.

Ohne nachzuverhandeln, stellte sie gegenüber den Unternehmern nur eine Bedingung: „Wir mussten versprechen, dass wir das Projekt 1:1 umsetzen.“ Laut Stefan Wolf legte die frühere Eigentümerin des Grundstücks Wert darauf, das für den Stadtteil wieder ein Treffpunkt geschaffen wird. Zusammen mit dem Architekturbüro von Davide Conti und Bauleiter Axel Riedelbauch habe man dieser Maßgabe entsprochen. Die Frage nach den Kosten beantwortet Stefan Wolf lächelnd mit der Auskunft: „Wir haben sehr hochwertig gebaut.“ Auf einer Fläche von 300 Quadratmetern inklusive Sanitärbereich und Rückräumen stehen den Kunden gut 80 Sitzplätze zur Verfügung, um Gebäck und Snacks zu verzehren.

Die Kinder im Blick

Noch nicht fertig ist der Außenbereich, der noch um einen Spielplatz ergänzt werden soll und sich nahtlos an Innenraum und Terrasse anschließen wird. So könnten Eltern ihre Kinder im Blick behalten. Geplant sei dort ferner eine Bestuhlung mit Beleuchtungskonzept. Weil die Wohnungen des Hauses über einer Tiefgarage errichtet sind, und die Bewohner dort ihre Fahrzeuge einstellen können, sind die 18 Stellplätze am Haus für die Kunden reserviert. Laut Stefan Wolf wird es noch eine Art „Post-Opening“ geben. Wann genau? Das sei noch nicht entschieden. Derweilen steht im Hause Wolf schon das nächste Projekt an. Bestätigt wird, das der Firmensitz in der Stuttgarter Straße um einen Anbau in der Größenordnung von 500 bis 1000 Quadratmetern vergrößert werden soll. Ziel ist nach Auskunft des 42-Jährigen im Küchenbereich noch professioneller zu werden. „Wir sind aber bisher nicht in die Planung eingestiegen.

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