Alexx Wesselsky

10.03.2012

Chartstürmer

Das Cover des neuen Eisbrecher-Albums: Der Augsburger Sänger und Texter Alexx Wesselsky (links) und Komponist Noel Pix sind durchgestartet. Kurz nach dem Verkaufsstart landete die CD „Die Hölle muss warten“ auf Platz drei der Album-Charts.
Bild: Agentur

Der Augsburger Sänger und seine Band „Eisbrecher“ landeten mit der CD„Die Hölle muss warten“ auf Platz drei der besten Alben. Support bei den „Scorpions“

Alexx Wesselsky muss laut lachen. Den Vergleich findet er lustig. Aber es ist nun mal Tatsache, der Frontmann der Neuen Deutschen Härte-Band „Eisbrecher“ ist der erfolgreichste Augsburger Sänger seit Roy Black.

„Eine kleine Beziehung habe ich zu Roy Black schon. Meine Mutter war früher großer Fan von ihm. Als er noch als Rock’n’Roll-Sänger aufgetreten ist, aber da war ich noch gar nicht in der Planung“, sagt Wesselsky. Die Figur Roy Black interessiert ihn aber schon: „Ich habe auch den Roy-Black-Film gesehen mit Christoph Waltz in der Hauptrolle. Der war richtig gut. Roy wollte ja auch eine ganz andere Musik machen. Er hat sich leider nicht durchsetzen können. Das trennt uns dann wieder. Ich mache die Musik, die mir Spaß macht.“

Und mit der fährt „Eisbrecher“ richtig gut. Bereits das vorherige Album „Eiszeit“ sprang auf Platz fünf der Album-Charts. Das neue Album „Die Hölle muss warten“ schaffte es sogar unter die ersten Drei und ist jetzt zumindest immer noch unter den besten 20 Alben. „Wir waren nur hinter Xavier Naidoo und der Kunstfigur Lana del Rey. Ich denke, dafür brauchen wir uns nicht schämen.“ Und es war ein Quantensprung für die Band, die schon lange damit leben muss, mit „Rammstein“ und „Unheilig“ verglichen zu werden. Im vergangenen Jahr wechselte „Eisbrecher“ die Plattenfirma und unterschrieb einen Vertrag bei Sony Music. Das gefiel nicht allen.

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Zu Gast bei Stefan Raab

„Von einigen unserer früheren Fans werden wir ganz schön angefeindet und mit Dreck beschmissen“, ärgert sich der Frontmann. Der Grund liegt auf der Hand. Die Fans befürchten, dass die Band bei einem Major Label der großen Versuchung einer Kommerzialisierung unterliegt. Wesselsky winkt ab: „Das ist doch ein Schmarr’n. Wir machen immer noch die gleiche Musik wie zuvor. Aber mich interessiert das gar nicht mehr. Was soll ich machen, wenn von 1000 Leuten, zehn plötzlich eine Fresse ziehen. Es ist natürlich klar, dass wir die Marketingstrategie und die Infrastruktur von Sony Music nutzen. Aber Sony ändert unsere Musik nicht.“

Damit hat Wesselsky auch nicht unrecht. Allein die Single-Auskopplung „Verrückt“ gehört wohl zu den härtesten Eisbrecher-Songs der vergangenen Jahre.

Im vergangenen Jahr ging „Eisbrecher“ mit Alice Cooper auf Tournee und in diesem Jahr werden sie auf drei Konzerten Deutschlands erfolgreichste Rockband die „Scorpions“ supporten. Am 12. Mai in der Stuttgarter Schleyerhalle, am 13. Mai in der Frankfurter Festhalle und am 13. Oktober in der Münchner Olympiahalle.

„Das ist schon eine tolle Geschichte. Mein erstes Konzert, das ich live gesehen habe, waren die Scorpions. Jetzt darf ich vor ihnen spielen. So schließt sich der Kreis“, sagt Wesselsky. Das Publikum wird allerdings ein anderes sein, als bei „Eisbrecher“-Konzerten. „Das macht nichts. Auch die Tournee mit Alice Cooper hat uns viele neue Fans gebracht. Für uns ist wichtig, die zu erreichen, die gar nicht wissen, dass es uns gibt.“ Am 12. März haben Alexx und seine Band einen weiteren Termin. Da geht es zu Stefan Raab in die Show „TV Total“. Aber das wichtigste Datum ist für Wesselsky zwei Tage später: „Da begleite ich meine Mama ins Krankenhaus. Sie muss sich einer Hüftoperation unterziehen und ist deshalb ein bisschen aufgeregt.“

Der 43-Jährige wohnt zwar seit einiger Zeit in Fürstenfeldbruck, aber immer wenn es zeitlich geht, kommt er wieder in die Heimat zurück: „Augsburg ist eine Stadt mit Herz, die die Welt ein bisschen draußen lässt. Das gefällt mir. Wenn ich hier bin, gehe ich in die Rockfabrik und am Samstag auf den Markt zum Gemüse-Shoppen. Hinterher gibt es noch einen anständigen Kaffee auf dem Rathausplatz.“

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