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Augsburg

13.01.2017

Christliches Treffen: Wohin fließt das Eintrittsgeld?

Großer Andrang herrschte am vergangenen Wochenende bei einem christlichen Treffen unter dem Konferenzmotto „Mehr“ in den Augsburger Messehallen.
Bild: Annette Zoepf

Mehr als 10.000 Besucher kamen zur Konferenz des Gebetshauses Augsburg und bezahlten bis zu 140 Euro. Gäste hinterfragen die Eintrittspreise. Der Veranstalter äußert sich.

Mehr als 10.000 Gläubige kamen am vergangenen Wochenende zur Konferenz „Mehr“ in die Messehallen. Ausrichter war das Gebetshaus Augsburg. Angesichts der Eintrittspreise von bis zu 140 Euro für vier Tage wandten sich Besucher an unsere Zeitung. „Ist das Geschäftemacherei, oder was passiert mit dem Geld?“, wollte beispielsweise eine Frau wissen, die ihren Namen aber nicht in der Zeitung lesen möchte.

Von einem hohen Gewinn für die Veranstalter könne keine Rede sein, sagt Pressesprecher Stefan Dobner auf Nachfrage. „Wir zahlen unter anderem Miete für die Messehallen und mieten die benötigte Technik an. Die Kalkulation ist so ausgelegt, dass wir am Ende keinen Verlust machen.“ Auch seien die Ticketpreise bis zum 30. November niedriger gewesen. So kostete die Eintrittskarte für die viertägige Veranstaltung bis dahin 120 Euro, ab Dezember dann 140 Euro.

Zudem habe es die Möglichkeit gegeben, günstigere Tageskarten zu erwerben oder sich die Übertragung kostenlos im Internet anzusehen. Vergünstigte Tickets wurden zudem an Teilnehmer aus Osteuropa, vor allem der ehemaligen Sowjetunion, für 30 Euro im Vorverkauf angeboten. Weil diese in der Regel weniger Geld zur Verfügung haben. Davon wurden mehr als 500 verkauft, so Dobner. Und Deutsche mit kleinem Geldbeutel? Schüler, Studenten, Auszubildende, Behinderte bezahlten bis Ende November 80 und dann 100 Euro. „Hätte es Anfragen von Menschen mit sehr kleinem Budget gegeben, hätten wir da auch eine Lösung gefunden“, so der Pressesprecher. Nach den Gottesdiensten wurde zudem bei den Teilnehmern um Spenden gebeten. Dobner betont, dass immer dazu gesagt wurde, wofür das Geld verwendet werden soll. „Ein großer Teil geht als Unterstützung an christliche Gemeinden in Asien.“

Das Gebetshaus selbst ist ökumenisch ausgerichtet und unabhängig. Es finanziert sich ausschließlich über Spenden. Der Zulauf zum Gebetshaus ist inzwischen so groß, dass die Räume an der Pilsener Straße in Göggingen massiv ausgebaut werden sollen. Bereits im Bau befindet sich ein neuer Gästetrakt für 40 Gäste. Er soll im Sommer fertiggestellt sein. Vorgesehen ist zudem eine Versammlungshalle für bis zu 1000 Besucher. Die Gesamtkosten werden sich voraussichtlich im niedrigen siebenstelligen Bereich bewegen, so Dobner. Wegen der Abhängigkeit von Spenden wird das Projekt etappenweise realisiert.

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