1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. Das steckt hinter der Riegele-Bierkette

Interview

13.05.2019

Das steckt hinter der Riegele-Bierkette

Für die Familie Priller, die hinter der Riegele-Brauerei steht, hat die Riegele-Bierkette eine besondere Bedeutung, wie Sebastian Priller junior und senior erklären.
Bild: Silvio Wyszengrad

Seit 36 Jahren wird der Orden verliehen. Die Stifter erzählen, warum die Auszeichnung für sie und die Königstreuen kein Werbegag ist.

Herr Priller, seit 1983 wird die Riegele-Bierkette verliehen. Viele Augsburger kennen die Auszeichnung und auch die zugehörige Veranstaltung. Aber warum gibt es den Orden überhaupt?

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Sebastian Priller sen.: Die EU hatte damals angekündigt, das Reinheitsgebot kippen zu wollen. Das hat Charly Held als Festwirt und Unterstützer der bayerischen Kultur überhaupt nicht gefallen. Deshalb hat er sich zusammen mit den Königstreuen überlegt, eine Auszeichnung zu schaffen, die dieses Thema in den Fokus rückt und ein Zeichen für den Erhalt des Reinheitsgebots setzt. Auch uns hat er damals gefragt, ob wir das unterstützen wollen, und wir waren natürlich dabei. Seither gibt es die Riegele-Bierkette.

Und die besteht woraus?

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Sebastian Priller jun.: Sie ist aus Messing und wird jedes Jahr um ein Glied erweitert, in das der Name des aktuellen Ordensträgers eingraviert ist. Sie hat deshalb auch schon ein ganz schönes Gewicht.

Mit Luitpold Prinz von Bayern, Bundesministerin a. D. Renate Schmidt, Skilegende Markus Wasmeier, Ministerpräsident Markus Söder und zuletzt Kabarettist Helmut Schleich hatten sie schon gewichtige Preisträger. Warum wurden genau diese Preisträger ausgewählt?

Priller sen.: Sie, wie auch alle anderen, wurden von uns und den Königstreuen ausgewählt, weil sie glaubwürdig hinter dem Reinheitsgebot und der bayerischen Bierkultur stehen. Im besten Fall haben sie sich im Jahr der Nominierung auch aktuell zum Thema geäußert oder dafür eingesetzt. Wir versuchen bei der Wahl auch alle Bereiche des öffentlichen Lebens abzudecken. Mal wird es ein Politiker, mal ein Kabarettist, mal ein Geistlicher. Mal ein Prominenter, mal jemand aus der Region.

Gibt es einen Preisträger, der die Kriterien besonders gut erfüllt hat?

Priller jun.: Nein. Wir hatten an allen unsere Freude. Jeder hat auf seine Weise überzeugt. Vor der offiziellen Auszeichnung und auch danach.

Sie haben erzählt, dass die Verleihung der Bierkette mittlerweile ein großer organisatorischer Aufwand ist. Vor allem, wenn Prominente den Preis erhalten. Da muss der Zeitplan auf die Minute stimmen und dann ist da noch der Sicherheitsaspekt. Warum halten Sie an der Auszeichnung fest?

Priller sen.: Wir stehen als Brauerei zu einhundert Prozent hinter dem Reinheitsgebot und der Bierkultur. Das wollen wir nach außen sichtbar vertreten. Deshalb ist die Verleihung der Bierkette für uns von großer Bedeutung und wird es bleiben.

Und wer bekommt Sie als Nächster?

Priller jun.: Guter Versuch (lacht). Das wird natürlich nicht verraten. Aber ich habe schon eine Idee.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren