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08.07.2010

Der Plärrer platzt aus allen Nähten

Das Binswanger-Zelt will um 250 Quadratmeter wachsen. Archivfoto: Kaya

In zwei Monaten wird der Augsburger Herbstplärrer eröffnen - dann voraussichtlich mit einem erweiterten Binswanger-Bierzelt. Weil die Bierzelte auf dem Plärrer bei den Besuchern immer beliebter werden (an manchen Abenden ist es restlos voll), möchte das Binswanger/Kempter-Zelt zusätzliche 250 Quadratmeter haben. Geplant ist, die Küche aus dem Bierzelt in ein eigenes Küchenzelt zu verlagern.

"Den Ablauf, speziell im Küchenbereich, können wir mit der derzeitigen Lösung nicht optimal bewältigen", so Reinhard Kempter vom Festzelt. Der freigewordene Platz im Bierzelt soll bestuhlt und an besonders starken Wochentagen geöffnet werden. An den anderen Tagen soll der Zusatzraum mit Planen abgetrennt werden.

Die Erweiterung war gestern Thema im Allgemeinen Ausschuss des Stadtrates. Schon jetzt wird von manchen Schaustellern argwöhnisch beobachtet, dass die Bierzelte auf dem Plärrer immer mehr Gewicht bekommen. Sie fürchten Zustände wie auf der Münchner Wiesn.

Ohnehin ist es auf dem Plärrer hinter den Kulissen der Geschäfte schon jetzt sehr voll. "Die Enge auf dem Platz ist ein grundsätzliches Problem", so Ordnungsreferent Walter Böhm. Immer wieder gibt es Beschwerden von Schaustellern, die nicht mehr in der Nähe ihres Geschäfts wohnen können. Die Stadt will hier Ausweichflächen schaffen. Letztlich, so Böhm, müssten Wohnwagen vom Plärrer verschwinden.

Der Plärrer platzt aus allen Nähten

Die Erweiterung des Festzelts ging trotzdem durch, weil dafür der bisherige "Wirtschaftshof" des Zeltes, auf dem bislang Autos geparkt waren, kleiner wird. Eine Vergrößerung der Gesamtfläche gibt es nicht. 2600 Euro wird die Stadt aufgrund der Zelterweiterung zusätzlich einnehmen. Stadträtin Rose-Marie Kranzfelder-Poth (FDP) regte an, mehr zu verlangen. Dies gibt allerdings die Gebührensatzung nicht her.

Was den Nichtraucherschutz auf dem Plärrer betrifft, will sich Böhm demnächst mit den Festwirten zusammensetzen. Laut Gesetz gebe es die Möglichkeit, abgetrennte Raucherräume mit separater Belüftung im Bierzelt einzurichten, so Böhm.

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