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Benefizkonzert

19.01.2017

Ein Heimspiel für die Klarinette

Ausverkauft war das Kirchturm-Konzert der beiden Musiker Susanne Ortner und Tscha Limberger in der Apostelin-Junia-Kirche.
Bild: Eric Zwang Eriksson

Applaus für Susanne Ortner und Tscha Limberger in der Apostelin-Junia-Kirche

„Ausverkauftes Haus ist untertrieben“, freute sich Pfarrerin Alexandra Caspari am frühen Sonntagabend während der Begrüßung ihrer zahlreichen Gäste. Und sie freute sich zu Recht: derart hoch war der Andrang zum sogenannten Kirchturm-Konzert in der Apostelin-Junia-Kirche, das mancher potenzielle Besucher hatte abgewiesen werden müssen.

Es freute aber nicht nur die Pfarrerin der Alt-Katholischen Gemeinde, sondern gleichermaßen die Gemeinde-Baukasse. Denn mit diesem Konzert rückte der Bau des bisher nur auf dem Papier existierenden Kirchturms wieder ein Stückchen näher.

Hoch erfreut über die vielen Besucher zeigte sich auch die Klarinettistin und Sopransaxofonistin Susanne Ortner, die seit vielen Jahren in den USA lebt, ihre Heimat Augsburg glücklicherweise aber immer wieder Mal besucht und nun gemeinsam mit dem belgischen Violinisten, Gitarristen und Sänger Tscha Limberger das Kirchturm-Konzert bestritt.

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Vier Tage zuvor erst hatten sie und ihr musikalischer Partner eine ebenfalls sehr gut besuchte Darbietung im Augsburger Mephisto Kino gegeben. Vom weltlichen nun also in den sakralen Raum, der mit wohlfeilen Klängen aus der Welt des traditionellen Jazz und des Gypsy Jazz mit Ausflügen in folkloristische Bereiche erfüllt wurde.

Der im oberen Stockwerk gelegene Sakralraum der Apostelin-Junia-Kirche ist vollständig aus Holz errichtet. Obgleich neun Meter hoch und würfelförmig, sorgt die Holzkonstruktion für einen ausgewogenen, sehr angenehmen und vor allen Dingen unverfälschten Klang, was dem Konzert der beiden Ausnahmemusiker sehr zugutekam.

Meisterlich und ausdrucksstark zugleich gestaltete sich das Konzert von Susanne Ortner und Tscha Limberger. Schien die Besetzung insbesondere in der Verzahnung von Klarinette und Violine auch gewagt, funktionierte diese musikalische Herausforderung doch kompromisslos.

Was letztendlich wenig verwunderte. Schließlich handelte es sich bei beiden Musikern um hochkarätige Solisten. Der tosende Applaus, der nach dem ersten dargebotenen Stück bereit einsetzte, war wohl- verdient.

„Seit viereinhalb Jahren bringt der Raum vieles zum Erklingen“, erzählte Pfarrerin Alexandra Caspari und bezog sich dabei nicht allein auf die Gottesdienste, sondern ebenso auf die beiden bisher statt gefundenen Kirchturmkonzerte des Trios Serafini am 22. Oktober und der voradventlichen Stub’nmusi im November.

Weiter gehen wird es am 2. April mit Giovanni Battista Pergolesis „Stabat Mater“, gefolgt von einem Konzert junger Künstler von „Live Music Now Augsburg“ am 8. Oktober.

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