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Augsburg

10.02.2015

Es wird noch teurer: Theatersanierung kostet bis zu 235 Millionen

Die Sanierung des Augsburger Theaters wird noch teurer als erwartet: Auf bis zu 235 Millionen Euro kann sich das Projekt summieren. Am Nachmittag wird im Stadtrat diskutiert.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Sanierung des Augsburger Theaters wird noch teurer als erwartet: Auf bis zu 235 Millionen Euro kann sich das Projekt summieren. Am Nachmittag wird im Stadtrat diskutiert.

Die Augsburger Stadtregierung hat die Pläne zur Theatersanierung nun offiziell vorgestellt. Zuletzt war von bis zu 200 Millionen Euro die Rede. Inzwischen ist klar: Auch das reicht nicht. Alles in allem wird das Projekt bis zu 235 Millionen Euro kosten.

In dieser Summe enthalten ist die Sanierung des Großen Hauses für 118 Millionen, der Neubau eines Werkstätten- und Verwaltungstraktes mit bis zu 102 Millionen sowie die Anmietung von Übergangsspielstätten und funktionalen Räumen für 10 Millionen.

Start der Maßnahme soll im Sommer 2016 sein, als erstes würde dann das Große Haus saniert. Abriss und Neubau der Werkstätten müssten aber nahezu parallel laufen, da das Große Haus, wenn es wieder eröffnet, all diese Räume in der Nähe braucht.

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Wie die Stadt die Maßnahme stemmen will und ob sie sich das Projekt überhaupt leisten kann, wird in den kommenden Wochen diskutiert. Heute Nachmittag kommen Bau- und Kulturausschuss zusammen, um darüber zu sprechen. Ende März entscheidet dann der Stadtrat.

Augsburg besitzt eines der größten kommunalen Theater Deutschlands. Es ist auch eines mit riesigen Problemen: Das Große Haus stammt aus dem späten 19. Jahrhundert. Im Zweiten Weltkrieg wurde es zerstört, in den 1950ern wieder aufgebaut. Die Bausubstanz war nie optimal, inzwischen ist sie vollkommen marode: Teile der Fassade bröckelten auf die Gehsteige, in den Bühnenturm regnete es hinein, Aufenthaltsräume sind feucht und schimmlig. Hinzu kommt, dass Werkstätten und Probebühnen für ein so großes Theater zu klein sind. Das verkompliziert die Arbeitsabläufe – in keinem anderen öffentlichen Gebäude der Stadt ist die Zahl der Arbeitsunfälle so hoch.

Zudem reicht es nicht aus, nur das Große Haus zu sanieren, denn auch der Verwaltungstrakt an der Kasernstraße stammt aus den 50er Jahren. Dieser Bau ist marode, die darin befindlichen Werkstätten und Proberäume sind für ein Theater der Größe Augsburgs zu klein.

Das Verwaltungsgebäude soll nach neuestem Stand abgerissen und neu gebaut werden. Eine Sanierung macht nach Ansicht von Architekten keinen Sinn: Sie käme genauso teuer wie ein Neubau, brächte aber nicht dessen räumliche Vorteile.

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