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Unesco-Bewerbung:

13.06.2014

Etwas näher am Welterbe

Die Wassertürme am Roten Tor gehören zu den Denkmälern, mit denen sich Augsburg um den Unesco-Titel Welterbe bewirbt.
Bild: Fred Schöllhorn

 Augsburg geht als einer von sieben deutschen Bewerbern ins Rennen

Augsburg ist im Rennen um die Welterbe-Bewerbung einen Schritt weiter: Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat die Stadt gemeinsam mit sechs anderen Bewerbern auf eine Liste gesetzt, die Deutschland nun an die Unesco weiterleitet. Es sind die neuen deutschen Favoriten für den begehrten Titel. Alle sieben Stätten haben laut KMK-Präsidentin Sylvia Löhrmann gute Chancen, ihn auch zu bekommen.

Wie berichtet, bewirbt sich Augsburg mit seiner historischen Wasserwirtschaft. Es geht um Denkmäler wie die Wasserwerke und -türme sowie die kilometerlangen Lechkanäle. Von der Stadtgründung bis heute spielten und spielen sie eine wichtige Rolle in der Versorgung der Bürger und trugen wesentlich zur Entwicklung der Stadt bei.

Die Kultusministerkonferenz begründet ihre Entscheidung mit dem „außergewöhnlichen universellen Wert“ der sieben Nominierten. Sie argumentiert damit ähnlich wie die Augsburger Bewerbungs-Experten. Sie hatten stets betont, dass Bauwerke und Gebäude-Ensembles auf der Welterbe-Liste überrepräsentiert seien. Die Unesco bevorzuge deshalb Bewerber, deren Wert über reine Bausubstanz hinausreiche.

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Aus Bayern waren vier Bewerber an den Start gegangen: die Königsschlösser Ludwigs II., der Saal 600 des Nürnberger Justizzentrums, die voralpinen Moorlandschaften und Augsburg. Die Moorlandschaften haben es ebenfalls auf die Liste geschafft. Auch die Königsschlösser stehen darauf. Laut Kultusministerkonferenz haben sie aber geringere Chancen, eben weil es sich um reine Bauwerke handelt.

Die Stadt Augsburg hat bislang rund 160000 Euro in die Bewerbung investiert, der Großteil kam von Sponsoren. Vorangetrieben hatten die Bewerbungen im Wesentlichen Augsburgs Tourismusexperte Götz Beck und der Autor Martin Kluger, der diverse Publikationen zum Thema herausgebracht hat.

Ein Welterbe-Titel bringt zwar kein Geld von der Unesco, dafür aber einiges an Renommee: Viele Touristen bereisen systematisch alle Welterbe-Stätten. Augsburg würde damit weltweit bekannter.

Wie es jetzt weitergeht, war gestern noch nicht klar. Die Nachricht aus Berlin kam am frühen Abend, Martin Kluger und Kulturreferent Thomas Weitzel erfuhren durch die AZ davon. Zu klären ist zunächst, wann sich Augsburg bei der Unesco bewerben kann. Vor 2020 ist damit wohl nicht zu rechnen.

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