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17.07.2009

Flugzeugbauer plant neuen Firmensitz

Der Flugzeugbauer Premium Aerotec (früher EADS) ist mit 3000 Beschäftigten am Standort einer der ganz großen Arbeitgeber. Die Auftragslage ist noch gut, und das Unternehmen baut derzeit für 140 Millionen Euro eine neue Hightech-Fabrik, in der die innovative Faserverbundtechnologie erstmals im großen Stil angewandt werden soll. Nun gibt es Pläne, den Firmensitz zu verlagern. Nach AZ-Informationen setzt die Stadt darauf, die Firma für den neuen Sciencepark zu gewinnen. Derzeit würde der Bebauungsplan nach den Wünschen des Unternehmens bearbeitet, heißt es aus der Stadtverwaltung.

Premium Aerotec, einer der weltweit größten Flugzeugbauer, hätte für den neuen Sciencepark, in der die Stadt die neuen Zukunftsfelder Faserverbundtechnologie und Mechatronik ansiedeln will, eine immense Bedeutung, heißt es aus der IHK. Denn es ginge nicht allein um die Firmenzentrale, sondern auch um die beteiligte Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Unternehmens. Auch können sich dann weitere Zulieferfirmen im Umfeld ansiedeln. "Das wäre ein Riesending, wenn das klappen würde", heißt es aus gut informierten Kreisen. Die Stadt tue alles, um einer der größten Augsburger Firmen den Weg in den Sciencepark zu ebnen.

"Es gibt entsprechende Überlegungen, aber noch keine Entscheidung", bestätigt Manfred Knappe, Sprecher von Premium Aerotec. Denkbar wäre auch ein Verwaltungstrakt am neuen Werk, das gerade neben der Impuls-Arena gebaut wird, so Knappe. Dort soll es übrigens Ende Juli mit dem Hochbau weitergehen, nachdem einige Zeit Stillstand auf der Baustelle war (AZ berichtete). Doch das Werk werde gebaut, betont Knappe.

Zurück zum Firmensitz: Nicht nur die Mitarbeiter, die der Firmenzentrale zuzurechnen sind, seien das Entscheidende. Noch viel bedeutender wären die vielen Forscher und Wissenschaftler, die im Schlepptau kämen. Die zentrale Entwicklung von Premium Aerotec (mit weiteren Standorten in Varel, Nordenham) liegt in Augsburg. Laut Knappe gebe es dann in der Endausbaustufe 150 Mitarbeiter in Augsburg.

Wie zu hören ist, bemüht sich die Stadt mit Hochdruck um die Sicherung der Areale. Das passiert durch Aufkäufe und ein Umlegungsverfahren, mit dem man sich durch Tausch die Flächen sichern will. 40 Prozent der Grundstücke gehören schon der Stadt, heißt es aus der Verwaltung. Bisher hat man dafür vier Millionen Euro ausgegeben.

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