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Augsburg

22.09.2012

Freistaat und Stadt sind handelseinig

Die Stadt- und Staatsbibliothek geht noch dieses Jahr an den Freistaat über. Sie wird dann nur noch Staatsbibliothek Augsburg heißen.
Bild: Ulrich Wagner

Die Übernahme der Staatsbibliothek erfolgt noch dieses Jahr. Augsburg spart 850000 Euro jährlich

 Das Geschäft zwischen der Stadt Augsburg und dem Freistaat wird bald vollzogen. Die Staats- und Stadtbibliothek wird übergeben. Die Stabi, wie sie in Kurzform genannt wird, geht an den Freistaat. Für die Stadt ist dies vor allem aus finanzieller Sicht ein lohnendes Geschäft. Statt 900000 Euro, die noch in diesem Jahr für die Stabi ausgegeben werden, sind es künftig nur noch 50000 Euro. Der Freistaat steigt finanziell ein.

„Die Übernahme kann sicherlich noch heuer erfolgen“, sagt Kämmerer Hermann Weber (CSM) auf Anfrage. Er bestätigt aber auch, dass die Grundstücksverhandlungen noch nicht abgeschlossen sind. Hier verhandelt die Stadt mit der Immobiliengesellschaft des Freistaats. Es geht um Flächen für einen möglichen Erweiterungsbau.

Derzeit befindet sich die Stabi an der Schaezlerstraße. Eine Erweiterung wäre auf dem Areal der alten Stadtbücherei an der Gutenbergstraße denkbar. Haken an der Geschichte ist, dass das benachbarte Maria-Theresia-Gymnasium wegen der Raumenge im Schulgebäude weitere Räume benötigt. Dies lasse sich bewerkstelligen, sagt Weber. Die Schule könne die benötigte Fläche von 200 Quadratmetern (entspricht drei Klassenzimmern) erhalten. Auch der Wunsch nach einer größeren Pausenhoffläche ließe sich erfüllen. In der Gutenbergstraße könnten 300 Quadratmeter für den Pausenhof bereitgestellt werden.

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Darauf hatte zuletzt die SPD-Fraktion gedrängt. Wenn die Stabi an den Freistaat übertragen werde, sollen die Interessen des Maria-Theresia-Gymnasiums in vollem Umfang gewahrt werden. Durch die Verlagerung der Stadtbücherei entstehe für das MTG die „Jahrhundertchance“, dringend notwendige Erweiterungsflächen zu erhalten.

Die Stabi wird nach der Übergabe an den Freistaat „Staatsbibliothek Augsburg“ heißen. Diesen Titel führen ansonsten nur noch die Sammlung in Bamberg und die Zentrale in München.

Die Perspektiven für die Stabi klingen zumindest vielversprechend, wenn sich künftig der Freistaat ihrer annimmt. Erforderlich ist jetzt auch die Generalsanierung des Gebäudes. Auf dem Wunschzettel stehen die verbesserte Klimatisierung der Bibliothek sowie die Modernisierung der Technik.

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