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18.04.2008

Fürs Happy End flog Kater "Buddy" um die halbe Welt

Es begann auf Hawaii - 22000 Kilometer von zu Hause entfernt. Und es war Liebe auf den ersten Blick für die beiden Augsburgerinnen Diana Tate und Monika Wohlmuth. Ihr neuer gemeinsamer Lebensgefährte heißt "Buddy" und ist ein grau-grün-getigerter Makaka-Kater.

"Buddy", der schwer krank war und auf der Straße lebte, ist um den halben Erdball geflogen und hat jetzt in der Blumenstraße beim Plärrer ein neues Zuhause gefunden. Verrückt: Das Happy End mit der herrenlosen Katze hat die beiden Frauen 2200 US-Dollar gekostet (umgerechnet rund 1500 Euro). Und es war ein wahrer Kampf gegen die Bürokratie.

Diana Tate, eine ehemalige US-Soldatin, die in Augsburg blieb und hier ein kleines Fußpflegeinstitut betreibt, hatte im Oktober 2007 zusammen mit ihrer Freundin Monika Wohlmuth auf Hawaii Urlaub gemacht, um dort Verwandte zu besuchen. Auf der Treppe einer Wohnanlage war der Kater an die beiden Augsburgerinnen ganz langsam herangeschlichen. "Er drückte sich richtig an uns. Und wir sahen, dass er übersät war von Geschwüren und dringend Hilfe braucht", erinnert sich Monika Wohlmuth an die erste Begegnung mit "Buddy". "Wir haben uns richtig in ihn verliebt", ergänzt Diana Tate. Der etwa drei bis vier Jahre alte Kater ließ die beiden Frauen nicht mehr los. Und sie beschlossen: "Wir nehmen ihn mit nach Augsburg."

Doch erst musste "Buddy", wie er getauft wurde, gesund werden. Er wurde in einer Tierklinik gepflegt, geimpft, musste in Quarantäne. Es folgten endlose Telefonate mit Fluggesellschaft und Behörden, um die Vorschriften der EU für die Einreise eines Tieres zu erfüllen; Dokumente wurden übersetzt.

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Die beiden Frauen waren längst wieder in Augsburg, als ihr kleiner Liebling auf Hawaii reisefertig war. In einer eigenen Box flog "Buddy" schließlich im Januar mit einem Frachtflugzeug von Cargo-Delta nach München. "Alle dachten, wir sind verrückt", schildert Diana Tate die Reaktion von Freunden und Bekannten, als sie die Geschichte von "Buddy" erzählte. "Aber wir musste ihn einfach mitnehmen."

Der Kater ist jetzt der Dritte im Bunde im Hause Tate. Von seinen beiden Artgenossen, der Perserkatze "Lily" und dem Kurzhaarkater "Sammy", sei er wohlwollend aufgenommen worden. "Alle drei verstehen sich prima. Und ein wenig Deutsch versteht Buddy auch schon", sagt die hawaiistämmige Augsburgerin lachend.

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