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Augsburg

23.04.2019

Höhmannhaus: Stadt macht das Testament öffentlich

Im Höhmannhaus wurden die Mieten nun angeglichen.
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Debatte um die Mietpreise ist inzwischen beigelegt. In anderer Angelegenheit kommunizieren dagegen die Anwälte.

Die Diskussion um die Mieten im Höhmannhaus ist vorerst abgeschlossen: Das Liegenschaftsamt, das die Immobilie seit einigen Monaten verwaltet, hat die Quadratmeterpreise für alle Mieter zum April um 15 Prozent erhöht. Dies gilt auch für die Wohnung von Kunstsammlungsleiter Christof Trepesch.

An seinem Mietpreis hatte sich die Diskussion um die Quadratmeterpreise im Höhmannhaus vergangenes Jahr überhaupt erst entzündet. Die städtischen Rechnungsprüfer empfanden den Preis von etwas mehr als vier Euro als zu niedrig und forderten die Stadt auf, der Sache auf den Grund zu gehen. Nach einigem Hin und Her ging die Verwaltung des Hauses von den Kunstsammlungen aufs Liegenschaftsamt über. Dort will man die Mieten nun den ortsüblichen Preisen anpassen. Laut Gesetz darf die Erhöhung binnen dreier Jahre aber nicht mehr als 15 Prozent betragen.

Wo man das Testament von Ruth Höhmann finden kann

Die Stadt hatte das Haus einst von seiner ehemaligen Besitzerin Ruth Höhmann geerbt. Im Testament der Augsburgerin ist festgelegt, dass die Räume „zu angemessenen ortsüblichen Bedingungen“ vermietet werden sollen. Die Stadt hatte dieses Testament bislang unter Verschluss gehalten, argumentiert wurde mit dem Datenschutz. Nun soll das Schriftstück zumindest in Teilen öffentlich gemacht werden. Es ist im Internet unter www.augsburg.de/testament-hoehmann einsehbar.

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Die Stadt Augsburg reagiert auf einen falschen Wikipedia-Eintrag

Die Stadt reagiert damit nach Aussagen von Stadtsprecher Richard Goerlich auf einen angeblich falschen Wikipedia-Eintrag über die Immobilie. Er enthalte die Aussage, dass die Mieten im Haus „weit unter ortsüblichem Niveau liegen“ sollen, da sie „lediglich den Erhaltungsaufwand abdecken und keinen Gewinnanteil enthalten darf“. Tatsächlich ist im Testament, das auch unserer Redaktion vorliegt, kein solcher Passus enthalten. Kurz nachdem die Stadt am Dienstag bekannt gegeben hatte, dass das Testament nun öffentlich ist, war der Eintrag zum Höhmannhaus in Wikipedia allerdings auch schon gelöscht.

Unabhängig von den geänderten Mietpreisen läuft eine Diskussion in der „Affäre Höhmannhaus“ weiter: Die dienstrechtlichen Maßnahmen, die die Stadt gegen Kunstsammlungsleiter Trepesch und einen weiteren leitenden Beamten eingeleitet haben, sind nach wie vor nicht abgeschlossen. Die Stadtverwaltung und die beiden leitenden Beamten kommunizieren über ihre Anwälte miteinander.

Lesen Sie dazu auch diese Artikel: Stadt will Höhmannhaus sanieren: Was bedeutet das für die Mieter? und Wie sieht die Lösung in der "Affäre" Höhmannhaus aus?

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