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Augsburg

08.08.2014

Hoffmannkeller: Feuerwehr drohte mit Schließung

Das Gewölbe im Hoffmannkeller.
Bild: Wolfgang Diekamp

Im Sommer wird die Lüftung im Hoffmannkeller ausgetauscht. Der Betrieb wäre sonst nicht mehr möglich. Auch in die Freilichtbühne muss investiert werden.

Wer eine Inszenierung im Hoffmannkeller des Theaters sieht, ist ganz nah dran an den Schauspielern. Die Experimentierbühne für Regisseure und Ensemble hat nur 99 Plätze. Deshalb geht es eng zu im Gewölbe aus dem 18. Jahrhundert, das viele Jahre als Flaschen- und Fasslager für einen Weinhändler diente.

Unter der Intendanz von Ulrich Peters wurde der Raum umgewidmet. Seitdem werden dort einige kleinere Inszenierungen im Jahr gezeigt, an der Bar wird oft bis weit in die Nacht gesprochen und im Januar, beim Opernball, wird der Hoffmannkeller zur Disco.

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Augsburger Opernball im Zeichen der 80er
Bild: Silvio Wyszengrad, Peter Fastl

Der Hoffmankeller muss aufgerüstet werden

Obwohl alles bestens klingt, hat nun die Feuerwehr Alarm geschlagen: Der Keller, in den eine enge, lange Treppe führt, muss während der Spielzeitpause aufgerüstet werden. Es geht, sagt Norbert Reinfuß vom Hochbauamt, vor allem um eine bessere Be- und Entlüftung und darum, dass der Keller im Notfall sicher evakuiert werden könnte. 190 000 Euro kostet das Projekt, das bis Mitte September abgeschlossen sein muss. Ein sportlicher Zeitplan, denn die Arbeiten sind laut Reinfuß „ziemlich umfangreich“. Die erste öffentliche Veranstaltung in der neuen Spielzeit im Hoffmannkeller wird am 7. Oktober sein. Dann ist dort der Jazzclub zu Gast.

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Der Hoffmannkeller liegt unter dem Verwaltungsgebäude des Theaters. Dieses Haus wird im Zuge der Generalsanierung wohl abgerissen. „Mit dem Hoffmannkeller hätten wir bis dahin aber nicht warten können“, sagt Reinfuß. Die Forderung der Feuerwehr war zu dringlich.

Vor fünf Jahren brach die Freilichtbühne ein

Auch eine andere Spielstätte macht dem Theater Sorgen: die Freilichtbühne. Die Intendanz geht davon aus, „dass sie noch für einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren unsaniert als Spielstätte“ dienen wird. Um eine Schließung zu vermeiden, seien auch hier „erhebliche“ Maßnahmen beim Bauunterhalt notwendig. Vor fünf Jahren war bei Proben die Bühne eingebrochen. Sie musste von einem Tag auf den anderen geschlossen und repariert werden. Optimal ist die Lösung bis heute nicht. Auch im Bereich hinter der Bühne lässt der Komfort zu wünschen übrig. Doch für eine Gesamtsanierung gibt es derzeit kein Konzept.

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Bild: Nik Schölzel

Kleinere Maßnahmen sind trotzdem geplant. Das Theater hat in Eigenregie bereits neue Toilettencontainer organisiert. Die Stadt beschäftigt sich derzeit mit den Wallmauern. Die sind, sagt Norbert Reinfuß, genauso bröselig wie die Stadtmauer es auch an anderen Stellen ist. „Da sie stark von Efeu bewachsen sind, sind die maroden Stellen nicht auf den ersten Blick sichtbar.“

Doch es besteht auch hier Handlungsbedarf. Wenn die Theaterleitung aus der Sommerpause zurück ist, soll die Situation genauer untersucht werden. Danach wird diskutiert, wie die Mauer verbessert werden kann.

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