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Augsburg-STadt

24.04.2015

Hoffnung für Hartz-IV-Empfänger

Weil die Mitarbeiter im Jobcenter überlastet sind, müssen Betroffene lange auf ihr Geld warten. Die Stadt macht ihnen jetzt Hoffnung.

Knapp 1000 Anträge auf Hartz IV, die noch bearbeitet werden müssen, stauen sich im Augsburger Jobcenter. Sozialreferent Stefan Kiefer reagierte gestern auf Kritik von Betroffenen, die teilweise Monate auf ihr Geld warten müssen. „Wir werden vor Ort alles tun, um die Situation zu verbessern“, verspricht er.

Das Augsburger Jobcenter hat, wie alle Hartz-IV-Behörden in Deutschland, Probleme wegen eines neuen Computersystems und eines Vier-Augen-Kontrollprinzips, die viel Zeit fressen. Anträge stauen sich, Mitarbeiter sind überlastet. Er wolle nichts beschönigen, sagte Kiefer. Die Trägerversammlung des Centers, die sich aus Vertretern von Stadt und Arbeitsagentur zusammensetzt, habe aber inzwischen reagiert. Mitarbeitern, die wegen der Probleme gehen wollten, seien Alternativen im Center geboten worden. Zwei habe man halten können. Zehn neue Kollegen seien gekommen. Auch Mitarbeiter aus anderen Bereichen des Jobcenters seien im Leistungsbereich eingesetzt, um die Bearbeitung zu beschleunigen. Allerdings verließen auch 14 Mitarbeiter das Jobcenter.

Um den Antragsstau möglichst schnell abzubauen, sei derzeit auch eine Mitarbeiterin aus dem Asylbereich für zwei Tage ans Jobcenter ausgeliehen“, sagt Kiefer. „Dabei könnten wir sie selbst dringend gebrauchen.“ Darüber hinaus sei das Jobcenter an der August-Wessels-Straße vorerst freitags geschlossen, damit die Beschäftigten effektiv Anträge abarbeiten können.

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Kiefer sagte weiter, er sei im März zusammen mit den Sozialreferenten aus München und Nürnberg bei der Regionaldirektion der Arbeitsagentur in Nürnberg vorstel- lig geworden, um die Probleme anzusprechen. Dort habe er aber lediglich die Aussage bekommen, das Vier-Augen-Prinzip solle nunmehr „modifiziert“ angewandt werden.

„Die Kernprobleme kommen aus Berlin“, betont Kiefer. Andererseits sei man in Augsburg dabei, den Antragsstau zu beheben. Er will Betroffenen auch Hoffnung machen. „Es ist eine Frage von Wochen, bis wieder Normalzustände in der Bewilligung herrschen.“

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