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Augsburg

29.09.2016

Jedes Fahrrad zählt: Augsburg startet eine Radl-Zählstelle

In der Adenauer-Allee sind nur schwarze Schnitte und Linien von der Zählstelle zu sehen.
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In der Adenauer-Allee sind nur schwarze Schnitte und Linien von der Zählstelle zu sehen.
Bild: Silvio Wyszengrad

Auf der Straße sind nur ein paar schwarze Linien zu sehen: Augsburg hat seine erste Zählstelle für Fahrräder. Bald soll es erste Zahlen geben.

Wer nicht darauf achtet, übersieht schnell, was sich seit kurzem im Asphalt der Konrad-Adenauer-Allee verbirgt. Rote Markierungen, Schnitte im Straßenbelag und schwarze Linien - mehr ist von der Fahrrad-Zählstelle nicht zu sehen. Mitte des Monats wurden die Mess-Schleifen etwas südlich der Hallstraße in den Asphalt eingebaut. Der Probebetrieb läuft. Und bald sollen alle sehen können, wie viele Radler dort täglich unterwegs sind.

Internetblogger Florian Schneller (Radirrwege) entdeckte die Zählstelle vor Kurzem. Auf Nachfrage erklärte die Stadt nun, was hinter der Idee steckt. Die Anlage ist demnach mehr oder weniger ein Geschenk. Als das Innenministerium Augsburg 2015 als fahrradfreundliche Stadt auszeichnete, war damit auch ein Zuschuss (5000 Euro) für einen Zählstelle verbunden. Laut Baureferent Gerd Merkle sind damit die Kosten für die Anlage in etwa gedeckt.

Warum die Adenauer-Allee

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Bei der Suche nach einem Standort fiel die Wahl auf die Konrad-Adenauer-Allee. Merkle sagt: „Es  handelt es sich um eine wichtige Nord-Süd-Achse im Radverkehr mit einer hohen Anzahl von Fahrradfahrenden.“ Das sich der Radverkehr dort konzentriere, erhofft sich die Stadt einen „repräsentativen Zählquerschnitt“. Die Stadt zieht keine direkte Verbindung zur Diskussion vor einigen Jahren, ob die Adenauer-Allee zur Fahrradstraße (es dürfen auch Autos fahren) werden soll. Dafür gab es damals keine politische Mehrheit.  

Zahlen kommen ins Internet

Derzeit läuft ein Testbetrieb der Zählstelle und die Anlage muss eventuell noch nachjustiert werden. Dann soll sie Daten über den Radverkehr in der Stadt liefern. Laut Stadt kann zum Beispiel nach Tagen, Wochen, Stunden und Wetter ausgewertet werden. Vor Ort wird es keine Anzeige der Werte geben. Aber: „Eine Veröffentlichung der Daten im Internetangebot zur Fahrradstadt  ist in Vorbereitung“, sagt Merkle. Wie das aussehen kann, zeigt zum Beispiel die Stadt Berlin. Ob es künftig weitere Zählstellen gibt, ist noch offen. Sollte sich die erste bewähren, könnte sich Merkle vorstellen, die Radler auch an anderen Stellen zu zählen.  

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Die Diskussion ist geschlossen.

29.09.2016

»Die Stadt zieht keine direkte Verbindung zur Diskussion vor einigen Jahren, ob die Adenauer-Allee zur Fahrradstraße (es dürfen auch Autos fahren) werden soll. Dafür gab es damals keine politische Mehrheit.«

Putzig. Denn die Verwaltung wiederum zieht sich darauf zurück, dass der Radverkehrsanteil dazu recht hoch sein muss, bzw. zu erwarten hoch sein wird. In diesem Sinne: Fahrt dort lang, was das Zeug hält, wenn ihr eine Aussicht auf eine Fahrradstraße haben wollt!

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