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Einsatz

08.11.2017

Kontrolle in Asylheim

Beamte des Unterstützungskommandos – kurz USK – kontrollierten das Heim in der Ottostraße.
Bild: Annette Zoepf

Beamte finden kleinere Menge Drogen

Die Polizei hat am Dienstagnachmittag die Flüchtlingsunterkunft in der Ottostraße kontrolliert. Beamte der Bereitschaftspolizei stellten Personalien von Bewohnern fest und schauten sich in den Zimmern um. In dem Heim gibt es Plätze für rund 160 Asylbewerber. Bei einem Bewohner entdeckten die Polizisten nach Angaben eines Polizeisprechers eine „kleine Menge“ Drogen. Er wurde zwar im Zuge der Ermittlungen vorübergehend festgenommen, kommt aber wegen des Fundes nicht in Untersuchungshaft.

Die Aktion in dem Heim im Wertachviertel sei eine „allgemeine Kontrolle“ gewesen, sagt Polizeisprecher Michael Jakob. Seit einigen Monaten sei es der Polizei möglich, auch ohne konkreten Verdacht eine Flüchtlingsunterkunft zu kontrollieren. Hintergrund ist, dass der Landtag das Polizeiaufgabengesetz entsprechend geändert hat. Asylunterkünfte werden nun als sogenannte „gefährliche Orte“ eingestuft. Dadurch ist die Hürde für Kontrollen und Durchsuchungen niedriger ist als bei anderen Gebäuden.

Nach Informationen unserer Redaktion hielten die Beamten in dem Heim, das vor vier Jahren eröffnet wurde, auch verstärkt nach illegalen Drogen Ausschau. Rauschgift-Fahnder der Polizeiinspektion Mitte sind zuletzt offenbar vermehrt auf Hinweise gestoßen, dass Bewohner des Heims etwas mit Drogen zu tun haben könnten. Erst Ende Oktober hatte die Polizei auch in Diedorf im Landkreis Augsburg drei Unterkünfte für Asylbewerber kontrolliert – ebenfalls mit Verweis auf die neuen rechtlichen Möglichkeiten. Auch dort gab es Hinweise auf mögliche Drogen-Straftaten, die Beamten fanden ebenfalls kleinere Mengen Betäubungsmittel.

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