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Augsburg

14.02.2018

Kriminelle Masche: Falsche Polizisten rufen erneut Senioren an

Kriminelle geben sich am Telefon als Polizisten aus, um Senioren zu betrügen. In Augsburg
Bild: Alexander Kaya

Wieder haben sich Anrufer als Polizeibeamte ausgegeben, um ältere Menschen in Augsburg zu betrügen. Sie blieben erfolglos, auch wenn es in einem Fall knapp war.

Sie geben sich als Polizisten aus - und versuchen auf diesem Wege, Senioren um ihr Geld zu bringen. In Augsburg haben Fälle dieser Art in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Auch am Dienstag gab es im Stadtgebiet wieder vier registrierte Anrufe von Betrügern, die sich gegenüber Senioren als Polizeibeamte ausgaben. Alle Angerufenen durchschauten den Trick jedoch.

Wie die Polizei berichtet, erkannte eine Seniorin bereits anhand der mitgeschickten Nummer 323-1 auf dem Display, dass es sich dabei nur um einen Betrüger handeln kann. Sie meldete sich deswegen lediglich mit „Ja“, woraufhin der verdutzte Anrufer auch nur „Hallo“ sagte. Zu einem weiteren Gespräch kam es nicht, da die Frau auflegte. Bei einer anderen Rentnerin rief eine angebliche Polizistin an und wollte nach Schilderung einer Fantasiegeschichte um angeblich festgenommene Einbrecher wissen, wie viel Geld die Frau zuhause habe. Die Seniorin entgegnete der falschen Polizistin, dass sie eine arme Rentnerin sei und nichts habe. Auf die anschließende Frage nach ihren Konten erwiderte die Angerufene, dass dies die Polizei gar nichts angehe – womit sie absolut Recht hat.

Am Nachmittag rief dann ein angeblicher „Markus Weber“ von der Kripo Wiesbaden an, der die Frau nochmals das Gleiche fragte, aber auch keine andere Antwort erhielt. Eine weitere Seniorin wurde umgehend stutzig, als sie nach ihren Wertsachen befragt wurde. Sie wollte nun ihrerseits die Telefonnummer der Anruferin wissen, um einen Beratungstermin mit der Polizei zu vereinbaren – der natürlich nicht zustande kam.

Mit einer abgewandelten Version wollten die Betrüger eine 86-Jährige hereinlegen und wären damit auch fast erfolgreich gewesen. Zuerst wurde ihr von einer vermeintlichen Polizistin erklärt, dass in ihrer Nachbarschaft eingebrochen worden sei und sie deswegen noch einen Anruf eines Herrn „Bach“ von der Kriminalpolizei erhalten werde. Ein Mann rief tatsächlich eine Stunde später bei der Seniorin an und wollte sie als polizeilichen Lockvogel ködern. Hierzu sollte sie 8000 Euro auf ein türkisches Konto überweisen und bei ihrer Bank angeben, dass der Betrag für eine Teppichlieferung sei.  Herr „Bach“ würde dann später nochmals anrufen, wenn die Überweisung getätigt ist.

Dank einer Nachbarin, die zufällig von dem Vorhaben erfuhr und die 86-Jährige über die Masche aufklärte, erhielten die Betrüger kein Geld. Stattdessen wurde nun die echte Polizei von den Frauen verständigt. (jaka)

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