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Augsburg

11.02.2015

Laut Statistik weniger Helikopterflüge

Am Augsburger Flughafen wurden im vergangenen Jahr laut Statistik weniger Flüge von Hubschraubern als 2013 verzeichnet. Allerdings wurde die Zählweise geändert.
Bild: Ulrich Wagner

Die Zahl der Schulungseinheiten ist 2014 zurückgegangen. Allerdings wurde die Zählweise geändert

Region Die Zahl der Helikopterflüge am Augsburger Flughafen ist im vergangenen Jahr laut einer Statistik der Flughafengesellschaft etwas zurückgegangen. 2014 wurden demnach 21948 Hubschrauber-Flugbewegungen gezählt, also Starts, Landungen und Durchstartmanöver mit Platzrunden. Das dürften rund fünf Prozent weniger als 2013 gewesen sein. „Wir haben weniger Schulungsflüge“, so Flughafenchef Peter Bayer.

Seit mehreren Jahren sind diese Flüge ein Streitpunkt zwischen Teilen der Flughafen-Anwohner und dem Flughafen. Bis 2013 gab es eine deutliche Zunahme der Hubschrauberflüge. Hauptgrund ist die Ansiedlung des Helikopterunternehmens Heli-Aviation. Zuletzt waren die Flüge vergangene Woche Thema auf einer Sitzung der Fluglärm-Kommission, also einem Forum, bei dem Lärmgegner, Vertreter der Umlandgemeinden, Flughafen und Luftamt Südbayern zusammentreffen. Die Botschaft: Der Lärm durch die Hubschrauberflüge liegt innerhalb der zugelassenen Grenzwerte, teils halten sich Piloten aber nicht an die Flugrouten, so die Aussage eines Gutachters, der von mehreren Umlandgemeinden beauftragt worden war. Ohne eine Kontrolle durch den Flughafenbetreiber werde sich daran auch nichts ändern (wir berichteten). Flughafen-Chef Bayer entgegnete gestern, dass es kaum möglich sei, rechtlich gegen Piloten, die sich nicht an die Höhe halten, vorzugehen. „Das liegt allein schon daran, dass die Höhe ohne Radar nicht messbar ist. Wie will man da jemanden belangen?“ Allerdings gehe er gezielt auf die Hubschrauberschulen zu, wenn ihm Vorfälle bekanntwerden. Dazu brauche er von Betroffenen Uhrzeit, Kennung und Farbe des Hubschraubers. Anwohner berichteten allerdings wiederholt, dass ihre Klagen im Nichts verhallten.

Laut dem jährlichen Lärmgutachten, das der Flughafen von Rechts wegen vorlegen muss, wurden auch 2014 die Grenzwerte eingehalten. Für den Flughafen wären laut Genehmigung deutlich mehr Flugbewegungen zulässig, was noch aus der Zeit stammt, als Linienbetrieb stattfand und man Ausbauträume hatte. Anwohner klagen, dass der Helikopterlärm aber störender sei als der Lärm von Linienmaschinen, zumal die Hubschrauber für ihre Schulungsstunden häufig in der Nähe des Flughafens bleiben.

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Die Flughafengesellschaft erfasst seit Anfang 2014 genau, wie viele Flugbewegungen durch Hubschrauber stattfinden. In der Vergangenheit hatte es teils Hochrechnungen gegeben, wenn Helikopter über dem benachbarten Segelfluggelände, das vom Tower nicht überwacht wird, ihre Schulungsrunden drehten. Insofern sind die Zahlen nicht auf identische Weise erhoben worden. „Sie sind aber vergleichbar“, sagt Bayer. Laut Umrechnung gab es 2013 rund 23000 Flugbewegungen durch Hubschrauber, 2012 waren es 17600.

Insgesamt wurden am Flughafen im vergangenen Jahr etwa 65700 Flugbewegungen (Hubschrauber und Flächenflugzeuge) erfasst. Bei den Starts und Landungen von Flugzeugen habe es kaum Veränderungen gegeben, so Bayer. Bei den Geschäftsfliegern gab es fünf Prozent Zunahme.

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