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17.02.2010

Lechallianz will Gutachten

Nun soll eine Machbarkeitsstudie her. Mit einem eigenen Gutachten will die Lechallianz beweisen, dass eine Renaturierung des Lechs im Naturschutzgebiet "Stadtwald Augsburg" möglich ist. Das Bündnis, dem zahlreiche Vereine und Verbände angehören, möchte damit nicht nur das wertvolle Naturschutzgebiet für die Zukunft sichern. Zweite Stoßrichtung ist, mit einer naturnaheren Gestaltung des Flusses ein neues Wasserkraftwerk von Eon am Lech im Stadtwald zu verhindern.

Nun soll eine Machbarkeitsstudie her. Mit einem eigenen Gutachten will die Lechallianz beweisen, dass eine Renaturierung des Lechs im Naturschutzgebiet "Stadtwald Augsburg" möglich ist. Das Bündnis, dem zahlreiche Vereine und Verbände angehören, möchte damit nicht nur das wertvolle Naturschutzgebiet für die Zukunft sichern. Zweite Stoßrichtung ist, mit einer naturnaheren Gestaltung des Flusses ein neues Wasserkraftwerk von Eon am Lech im Stadtwald zu verhindern.

Bislang ist nicht ganz klar, wie ein Zukunftskonzept für den Lech aussehen könnte. Konkret geht es um die zwölf Kilometer lange Strecke zwischen Hochablass und Staustufe 23, die durch den Augsburger Stadtwald führt. Für diesen Abschnitt will die Lechallianz nun eine Machbarkeitsstudie auf eigene Kosten finanzieren. "Wir wollen nicht den alten Lech zurück", stellte Eberhard Peuffer als einer der Sprecher des Bündnisses klar. Der Fluss sei früher einmal vier Kilometer breit gewesen. Heute soll es um eine ökologisch gestaltete Flusslandschaft ähnlich, wie an der Wertach gehen. Eines sei aber jetzt schon klar, so Peuffer. "Ein neues Kraftwerk passt in dieses Konzept nicht hinein."

Keine Annäherung in Sicht

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Der Streit um die geplante Anlage von Eon Wasserkraft (Höhe Kissing) geht damit weiter. Die Positionen der Gegner und Befürworter des Projekts gelten derzeit als unvereinbar. Zwar hat es inzwischen Gespräche gegeben, allerdings keine Annäherung, wie Christian Orschler, Pressesprecher bei Eon Wasserkraft, berichtet. "Wir haben Jedem, der Kritik geäußert hat, das Gespräch angeboten." Momentan sei bei den Gegnern jedoch wenig Bereitschaft zu spüren, über einen Ausgleich zu sprechen.

Bei Eon geht man weiter davon aus, dass die neue Anlage im Naturschutzgebiet rein rechtlich genehmigungsfähig ist. Der politische Gegenwind gegen das Projekt wird aber immer stärker. Laut Orschler wäre der Energieerzeuger unter bestimmten Bedingungen bereit, an einem Gesamtkonzept für diesen Abschnitt des Lechs mitzuwirken. Voraussetzung sei aber, dass Wasserkraft in diesem Konzept mit drin sei und dass es zeitnah kommt. Im laufenden Genehmigungsverfahren für die neue Anlage strebt Eon eine Entscheidung noch 2010 an.

Augsburgs Umweltreferent Rainer Schaal würde genau zu diesem Verfahren gerne eine "Konsensschleife" einrichten. Dort könne zusammen mit Befürworten und Gegnern des Wasserkraftwerks möglicherweise ein Kompromiss für einen naturnaheren Umbau des Lechs gefunden werden, meint er. Mit seinem Vorschlag sei er allerdings noch nicht auf offene Ohren gestoßen.

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